Star Citizen: Cryengine bietet nur "altmodische Single-Server-Architektur"
Für Derek Smart war der Engine-Wechsel bei Star Citizen und Squadron 42 vermutlich das schönste Weihnachtsgeschenk. Der unabhängige Spieleentwickler sagt schon länger das Ende der beiden Projekte voraus und mit der Bekanntgabe des Umstiegs von der Cryengine zu Lumberyard freute sich Smart auf Facebook(öffnet im neuen Fenster) mit den Worten "Das ist das Ende" über die vermeintliche oder tatsächliche Bestätigung seiner Voraussagen. Gemeint war das Ende der Weltraumspiele von Cloud Imperium Games, die er mit teils skurril anmutender Leidenschaft öffentlich kritisiert.
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Chris Roberts, der Chefentwickler von Star Citizen und Squadron 42, gibt sich dagegen betont gelassen. In seinem Blog schreibt er(öffnet im neuen Fenster) , dass sein Studio seit Ende 2015 keinen neuen Code mehr von Crytek verwendet habe. Der Umstieg von der Cryengine zur Lumberyard-Laufzeitumgebung habe ungefähr einen Tag gedauert und sei von zwei Ingenieuren vollzogen worden. Laut Roberts habe Cloud Imperium keinerlei eigenen Code wegwerfen oder umändern müssen. Innerhalb des Studios sprächen die Entwickler sowieso von der Star Engine.
Die von seinem Studio programmierten Technologien wie die 64-Bit-Unterstützung, neue Rendering-Methoden, das Physiksystem und mehr seien von dem Umstieg gar nicht betroffen gewesen. Grund für den Wechsel sei, dass die Entwickler bei Amazon an Lumberyard gezielt das verbesserten, was auch für Star Citizen wichtig sei, nämlich die Elemente für Massively Online Games und Cloud-Computing.
Was sein Team in Star Citizen vorhabe, sei mit der "altmodischen Single-Server-Architektur" der Cryengine nicht möglich, so Roberts. Anders als Amazon habe Crytek nicht die Ressourcen, in den Netzcode zu investieren und eigentlich auch gar kein Interesse daran.
Diskussionen um den Wechsel
Der Wechsel von der Cryengine zu Lumberyard bei Star Citizen und Squadron 42 war an Weihnachten 2016 bekanntgegeben worden. Das hatte in Foren und sozialen Netzwerken bei Spielern und Unterstützern – nicht nur bei Derek Smart – zu Diskussionen geführt, ob durch den Umstieg nicht viel Zeit verloren gehe.
Lumberyard stammt von der Cryengine ab. Amazon hat für seine Laufzeitumgebung den Code der Cryengine von Crytek gekauft, seitdem werden die Engines von den beiden Anbietern getrennt weiterentwickelt.
Entwickler können Lumberyard kostenlos unter einer Bedingung lizenzieren: Wenn sie für den Multiplayermodus die Dienste eines externen Providers nutzen möchten, müssen sie Amazon Web Services (AWS) verwenden. Cloud Imperium Games hat bestätigt, dass AWS für den Onlinemodus von Star Citizen zum Einsatz kommt. Die Entwickler haben ebenfalls gesagt, dass die in Lumberyard integrierte Unterstützung von Twitch auch von Star Citizen verwendet wird – etwa für Streams, Let's Plays und ähnliches.
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