Standort Werne: Amazon-Beschäftigte streiken gegen Altersarmut

Laut Verdi wurde der Streik am Samstag vorbereitet, ohne dass Amazon etwas davon wusste. Die Stimmung der Streikenden sei darum sehr gut.

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Verdi organisiert den Arbeitskampf bei Amazon.
Verdi organisiert den Arbeitskampf bei Amazon. (Bild: Verdi)

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Amazon-Beschäftigten am Standort Werne (Nordrhein-Westfalen) dazu aufgerufen, die Arbeit bis zum Ende der Spätschicht am Samstag niederzulegen. Das gab Verdi am 2. November 2019 bekannt. "Für die Kunden bedeutet das lange Wochenende, dass sie bequem vom Sofa aus Ware bestellen können. Für die Beschäftigten bedeutet es erhöhtes Arbeitspensum und einen noch stärkeren Druck", erläuterte Fachbereichsleiterin Silke Zimmer. "Die Kollegen haben dafür ein existenzsicherndes Einkommen und einen wohlverdienten, sorgenfreien Ruhestand verdient. Stattdessen berichten uns viele von ihrer Angst vor Altersarmut."

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Solange Amazon nicht bereit sei, den Beschäftigten ihre Ängste zu nehmen, würden sie weiter für eine tarifliche Bezahlung kämpfen, sagte Zimmer.

Gewerkschaftssekretär Karsten Rupprecht sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben die Frühschicht rausgeholt und sind jetzt dabei, die Mittagsschicht rauszuholen. Zahlen zur Beteiligung haben wir noch nicht." Die Stimmung unter den Arbeitern sei sehr gut, weil es gelungen sei, den Streik völlig überraschend zu organisieren. Sonst dringe immer schon etwas durch, "diesmal haben nur zwei Personen von dem bevorstehenden Arbeitskampf gewusst", erklärte Rupprecht.

Verdi fordert die Anerkennung der Tarifverträge für den nordrhein-westfälischen Einzel- und Versandhandel. Amazon weigert sich, mit der Gewerkschaft über eine Tarifbindung zu verhandeln.

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In dieser Woche wurde bereits an einem anderen Standort bei Amazon gestreikt. "Wir bezahlen am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist: In Bad Hersfeld sind es mindestens 11,52 Euro brutto pro Stunde", sagte Amazon-Sprecher Stephan Eichenseher Golem.de.

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