Standort Dresden: Infineon will aktiven Betriebsrat loswerden

Erst sollte der Infineon-Betriebsrat Bernhard Fischer einen Aufhebungsvertrag unterschreiben. Als er sich weigerte, wurde er strafversetzt. Infineon will sich nicht äußern.

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Bernhard Fischer mit einer Betriebsrat-Kollegin
Bernhard Fischer mit einer Betriebsrat-Kollegin (Bild: BR Fraktion Offene Liste/IG Metall)

Die Geschäftsleitung von Infineon Dresden will den Betriebsrat Bernhard Fischer loswerden. Das gab die BR Fraktion Offene Liste/IG Metall in einem Flugblatt bekannt, das Golem.de vorliegt. In einem Personalgespräch sei dem in der Chip-Produktion Arbeitenden ein Aufhebungsvertrag mit einer "freundlichen Abfindung" angeboten worden.

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Die Begründung für die Trennung: Das Unternehmen wolle "mit ihm nicht mehr zusammenarbeiten". Im Vergleich zu anderen bringe Fischer zu wenig Leistung. Fischer lehnte nach eigenen Angaben einen Aufhebungsvertrag sofort ab und gab zu Protokoll, dass er auch keine weiteren Trennungsgespräche über Aufhebungsverträge wünsche, denen beide Seiten zustimmen müssten.

Nach dem Gespräch wurde Fischer zum 1. August auf einen Arbeitsplatz im Bereich Wafertest versetzt. Die Gewerkschaftler erklärten: "Komisch nur, dass man ihn ausgerechnet in einen Bereich versetzen will, wo Bernhard alles neu lernen müsste. Außerdem haben uns kompetente Kollegen berichtet, dass die Arbeit in dem neuen Bereich noch anspruchsvoller sei." Fischer hat der Versetzung widersprochen.

Infineon: "Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Betriebsräten"

Laut den Gewerkschaftlern wird hier versucht, einen Betriebsrat und Gewerkschafter loszuwerden, "der bekanntermaßen kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um Leistungsverdichtung, Personalabbau oder Gesundheits- und Arbeitsschutz geht. Warum wird ein Betriebsrat herausgegriffen, der sich für die Kolleginnen und Kollegen einsetzt und Wert darauf legt, keine persönlichen Vorteile aus der Betriebsratsarbeit zu ziehen? Ein Kollege, der für standortübergreifende Solidarität und Zusammenarbeit steht."

Infineon-Sprecherin Diana Heuer erklärte auf Anfrage von Golem.de: "Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns grundsätzlich nicht öffentlich zu Personalangelegenheiten äußern. Wir pflegen jedoch eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Betriebsratsmitgliedern."

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d0p3fish 22. Jul 2015

Gerüchte ist gut. Ich würde mal behaupten das ist der Standard.

Schnarchnase 22. Jul 2015

Und seit wann müssen Betriebsräte in einer Gewerkschaft sein? Der betroffene ware es...

Captain 21. Jul 2015

Bei vielen Chefetagen stimmt die erste Betonung, da es in Betrieben mit Betriebsrat...


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