Standardisierung: USB-Gruppe kritisiert EU für einheitliche Ladebuchsen

Der momentan für Ladebuchsen geplante Standard sei schon wieder veraltet: Der Leiter des USB Implementers Forum kritisiert die EU.

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USB-C-Kabel
USB-C-Kabel (Bild: Pixabay/Pixabay License)

Eigentlich sollte man meinen, dass Jeffrey L. Ravencraft als Leiter des USB Implementers Forum die Pläne der EU zur Vereinheitlichung von Ladebuchsen begrüßt; schließlich ist es im Interesse des Forums, dass sich möglichst viele Einrichtungen und Unternehmen an Standards halten.

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Tatsächlich aber hat Ravencraft in einer öffentlichen Stellungnahme die Pläne der EU-Kommission scharf kritisiert. Es sei zu befürchten, dass sie "für Probleme mit der Interoperabilität und Funktionalität verursachen und für Verwirrung und Streitigkeiten sorgen".

Die beiden von der EU in einem Papier genannten Standards (EN IEC 6280-1-3:2021 and EN IEC 6280-1- 2:2021) seien bereits jetzt veraltet. Sie stammten aus dem August 2019, das USB Implementers Forum habe sie aber im Mai 2021 überarbeitet. Dabei gehe es um wichtige Elemente wie Power Delivery über USB-C mit bis zu 240 Watt.

Außerdem kritisiert Ravencraft, dass die EU lediglich ausgewählte Elemente von USB-C als Standard festschreiben wolle, etwa ein Protokoll für das Laden nur bis 15 Watt. Nach Auffassung des USB Implementers Forum sei es aber wichtig, die Standards in ihrer Gesamtheit zu erfassen, um die allgemeine Kompatibilität sicherzustellen.

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Ganz generell sieht Ravencraft das Problem, dass durch festgeschriebene Standards der technische Fortschritt ausgebremst werde, weil neue Entwicklungen kaum kurzfristig von der EU berücksichtigt werden könnten.

EU will Elektroschrott vermeiden

Die EU-Kommission hat Ende September 2021 den Entwurf ihrer Richtlinie vorgestellt. Damit soll USB-C zum "Standardanschluss für alle Smartphones, Tablets, Kameras, Kopfhörer, tragbaren Lautsprecher und tragbaren Videospielkonsolen" werden.

Der Vorschlag der Kommission muss noch vom Europäischen Parlament und vom Rat angenommen werden. Danach würde eine Übergangszeit von 24 Monaten gelten. Mit der Vereinheitlichung könnten die europäischen Verbraucher jährlich 250 Millionen Euro für nicht benötigte Ladegeräte einsparen. Zudem würden fast 1.000 Tonnen Elektroschrott im Jahr vermieden.

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Lachser 26. Nov 2021 / Themenstart

Gäbe es eigentlich schon: "do not track".

Trollversteher 24. Nov 2021 / Themenstart

Und inwiefern widerspricht das seiner Kritik? Er kritisiert ja *gerade* dass nicht die...

gadthrawn 23. Nov 2021 / Themenstart

Warum solltest du in einem Fall neue Kabel kaufen müssen, im andern nicht? Warum ist ein...

gadthrawn 23. Nov 2021 / Themenstart

Du kennst keine PCIe SSDs ? Da bin ich etwas schockiert. https://www.alternate.de/SSD...

violator 23. Nov 2021 / Themenstart

Das Problem wäre halt der Preis. Bei "ein Kabel für alles" müsste das "dumme" Kabel zur...

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