Standard-Suchmaschine: Google zahlt Apple wohl 8 bis 12 Milliarden Dollar pro Jahr

Google ist die Standardsuchmaschine unter iOS. Das lässt sich Apple offenbar sehr gut bezahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Google auf dem iPhone
Google auf dem iPhone (Bild: Andreas Donath)

Das US-Justizministerium hat eine Kartellklage gegen Google gestartet. Der Hauptvorwurf: Das Unternehmen habe wettbewerbswidrige Praktiken auf den Such- und Werbemärkten angewandt, um sein Monopol aufrechtzuerhalten. Ein Geschäft zwischen Apple und Google rückt in den Mittelpunkt der Ermittlungen.

2017 vereinbarten Apple und Google, dass Google als bevorzugte Suchmaschine auf Apple-Geräten voreingestellt bleibe, wie es bereits der Fall war. Apple soll dafür acht bis zwölf Milliarden US-Dollar pro Jahr erhalten, wie die New York Times unter Berufung auf Insiderinformationen berichtet.

Diese Summe dürfte nach Einschätzung der Zeitung 14 bis 21 Prozent der jährlichen Gewinne von Apple ausmachen. Genau dieses Abkommen sieht die Staatsanwaltschaft als Beweis für illegale Taktiken von Google, um das Monopol aufrechtzuerhalten und die Konkurrenz zu unterdrücken.

Die Ermittlungen könnten auch die Einnahmen von Apple gefährden, denn Google könnte es verboten werden, solche Zahlungen in Zukunft zu leisten. Für Google ist der Vertrag aufgrund des Suchvolumens wichtig, den Apple der Suchmaschine zuschustert.

Apple ist nicht das einzige Unternehmen, das von Googles Verhalten profitiert. Auch Mozilla ist besorgt wegen des Kartellverfahrens, welches das US-Justizministerium gegen Google anstrebt. Denn auch die Vereinbarung zwischen Mozilla und Google zur Standardauswahl der Google-Suche in Firefox gilt als ein Beispiel dafür, wie Google seine Monopolstellung nutzt. Der Konzern könnte am Ende des Kartellverfahrens gezwungen werden, solche Zahlungen nicht mehr zu leisten - und das wäre auch für Mozilla schädlich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ZerP 26. Okt 2020

Die Lösung hast du selbst genannt. Es gibt nur Bing mit Microsoft die es sich leisten...

grutzt 26. Okt 2020

Wo soll da ein Beweis sein? Kennt die Staatsanwaltschaft den "Insider"? Kann der seine...

Oekotex 26. Okt 2020

Für manche ist es schon evil, wenn als Suchmaschine nicht gar nix angeboten wird ;)

Zim 26. Okt 2020

Für die meisten Suchen reicht mir DDGo. Ansonsten nutze ich auch Ecosia, welche ähnliche...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Disney+, Netflix und Prime Video
Das goldene Streamingzeitalter wird zum silbernen

Das aktuelle Jahr hat viele Umbrüche im Streamingmarkt erlebt - und nächstes Jahr geht es weiter. Das wird negative Auswirkungen für Anbieter und Kunden haben.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

Disney+, Netflix und Prime Video: Das goldene Streamingzeitalter wird zum silbernen
Artikel
  1. Mehrjährige Haftstrafe: Betreiber von Deutschland im Deep Web verurteilt
    Mehrjährige Haftstrafe
    Betreiber von Deutschland im Deep Web verurteilt

    Der Verurteilte war Betreiber einer der größten deutschsprachigen Darknet-Plattformen für den Drogenhandel - mit rund 16.000 Benutzern.

  2. Aufkauf der Restaktien: Silver Lake will die Software AG vollends übernehmen
    Aufkauf der Restaktien
    Silver Lake will die Software AG vollends übernehmen

    Das Angebot des Investors für die restlichen Anteile liegt vor. Die Software AG trennt sich derweil von zwei Produkten.

  3. Energiewende: Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf
    Energiewende
    Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf

    IT ist der Game Changer der Energiewende - nur nicht in Deutschland.
    Eine Analyse von Gerd Mischler

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /