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Standalone: Telekom und RTL erproben Live-Video im 5G-Netz

Vom 5G -Smartphone sollen sich Inhalte senden lassen, die so gut sind, dass ein Fernsehstudio sofort damit arbeiten kann. Network Slicing könnten auch andere nutzen.
/ Achim Sawall
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Hochwertiges Network Slicing für flaches Infotainment bei RTL (Bild: Deutsche Telekom)
Hochwertiges Network Slicing für flaches Infotainment bei RTL Bild: Deutsche Telekom

RTL Deutschland und die Deutsche Telekom haben die Produktion von Live-Videos im 5G-Standalone-Netz getestet. Das gaben die Partner am 21. Februar 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Durch Network Slicing sollen sich qualitativ hochwertige Videos zukünftig auch mit Smartphones über 5G-Verbindungen übertragen lassen.

"Die Tests in Berlin haben wir im Full-HD-Videoformat (1.920 x 1.080 Pixel) durchgeführt, bei 50 Bildern pro Sekunde" , sagte Telekom-Sprecher Leonard Dahmen Golem.de auf Anfrage.

Ein virtueller Netzabschnitt mit Network Slicing soll künftig Journalisten ermöglichen, datenintensive Videosignale vom Ort des Geschehens zu senden. Die notwendigen Bandbreiten werden selbst in stark ausgelastete Mobilfunkzellen technisch zugesichert. "Das 5G-Standalone-Netz der Telekom konnte in den Tests die hohen Ansprüche des TV-Betriebs an die Signalübertragung übertreffen" , sagte Matthias Dang, Co-CEO RTL Deutschland.

"Die neue 5G-Lösung testen wir gemeinsam und berücksichtigen so bereits in einem frühen Stadium die Bedürfnisse von Journalisten" , sagte Claudia Nemat, Vorständin Technologie und Innovation der Deutschen Telekom.

5G Standalone bei 3,6 GHz

Das Pilotprojekt entwickeln die Telekom und RTL Deutschland in Laboren in Bonn. Aktuell prüfen die Partner die 5G-Installation in einer Testumgebung in Berlin. Nützlich sei das auch für Veranstalter von Events und deren Ausrüster, heißt es dazu.

Bei der Berichterstattung von TV-Sendern werden noch häufig Satellite-News-Gathering-Fahrzeuge (SNG) als Übertragungswägen eingesetzt. Mobile Rucksack-Techniken nutzen mehrere SIM-Karten, um genügend Bandbreite zu erhalten, sie können aber keine zugesicherten Bandbreiten buchen.

Die aktuellen Tests laufen auf einer 5G-Standalone-(SA)-Ausrüstung von Ericsson im 3,6-GHz-Frequenzband. Würde 5G im C-Band stärker ausgebaut, wären solche Übertragungen jedoch ohne spezielle Laborausstattung im Livenetz möglich.


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