• IT-Karriere:
  • Services:

Stan Lee ist tot: Excelsior!

Stan Lee ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Der langjährige Chef und Verleger von Marvel Comics war maßgeblich an der Schöpfung populärer Superhelden wie Spider-Man, Hulk, den X-Men und Black Panther beteiligt. In den letzten Jahren wurden seine Figuren vor allem im Kino erfolgreich wiederbelebt.

Ein Nachruf von veröffentlicht am
Stan Lee im August 2017
Stan Lee im August 2017 (Bild: REUTERS/Mario Anzuoni)

Als erster Comicredakteur setzte Stan Lee seinen eigenen Namen auffällig groß unter Hefttitel, schrieb regelmäßig Kolumnen und beantwortete persönlich Leserbriefe. Er wusste schon früh in seiner Karriere wie kein anderer in der Comicbranche, Nähe zu seinen Lesern aufzubauen. Viele heutige Marvel-Fans kennen ihn vor allem aus dem Kino, wo er in den meisten Verfilmungen der Comics des Verlags einen oft selbstironischen Gastauftritt hatte. Stan Lee ist im Alter von 95 Jahren in Los Angeles gestorben, wie The Hollywood Reporter und die Nachrichtenagentur AP melden.

Inhalt:
  1. Stan Lee ist tot: Excelsior!
  2. Als Marvel-Filme noch finanzielle Flops waren

Er galt als weltweites Gesicht und Macher von Marvel - obwohl er für den 2009 von der Walt Disney Company aufgekauften Medienkonzern seit Jahrzehnten hauptsächlich repräsentativ tätig war und ihn zwischenzeitlich sogar wegen Lizenzstreitigkeiten verklagte.

Der junge Stan Lee hatte eigentlich gar nicht vor, sich beruflich mit bunten Bildern und Sprechblasen zu beschäftigen. Durch familiäre Beziehungen landete er Ende der 30er Jahre kurz nach Schulabschluss eher zufällig bei Timely Comics. Mit einer Unterbrechung als Dramaturg in Diensten der US-Armee im Zweiten Weltkrieg erfüllte Lee drei Jahrzehnte lang generische Auftragsarbeiten. Es war seine Frau Joan, die ihn schließlich ermutigte, sich nicht überdrüssig aus der Branche zu verabschieden, sondern endlich Figuren zu entwerfen, deren Geschichten er selber gerne lesen würde.

Geschichten über Alltagshelden und Außenseiter

Als Resultat folgte Anfang der 60er Jahre mit den Fantastischen Vier der erste große Erfolg des Künstlerduos Stan Lee und Jack Kirby. Mit seinem für diese Zeit anspruchsvollen Ansatz, Superhelden neben Verbrechen und dem Weltuntergang mit typischen Alltagsproblemen normaler Menschen zu konfrontieren, reparierte Lee schrittweise den schlechten Ruf der bunten Heftchen, denen seit Ende der 50er in den USA inhaltliche Anspruchslosigkeit und obendrein ein negativer Einfluss auf Kinder nachgesagt wurde.

Stellenmarkt
  1. SySS GmbH, Tübingen
  2. SDL, Leipzig / München

Timely, das mittlerweile in Marvel Comics umbenannt worden war, stieg sprungartig zum einzigen großen Rivalen des damaligen Branchenprimus DC Comics auf. Dessen überwiegend gottgleichen Helden wie Superman und Wonder Woman stellte Marvel unter Stan Lees Führung immer neue Außenseiter und menschelnde Charaktere wie die gesellschaftlich ausgestoßenen X-Men-Mutanten oder den Teenager Peter Parker alias Spider-Man gegenüber. Beide zählen, auch dank Zeichentrickserien und Kinohits, zu Stan Lees einflussreichsten Schöpfungen, mit denen er die Beliebtheit der heutzutage kaum noch relevanten Fantastischen Vier noch weit übertroffen hat.

Immer wieder wurde Stan Lee während seiner Karriere vorgeworfen, nicht zuletzt im Fernsehen und auf Fan-Conventions, so sehr das Rampenlicht für sich allein gesucht zu haben, dass seine kongenialen Partner wie Jack Kirby und Spider-Man-Miterfinder Steve Ditko in der öffentlichen Wahrnehmung nur wenig für die gemeinsamen Schöpfungen gewürdigt wurden. Insbesondere zu Kirby soll er deswegen die längste Zeit ein zerrüttetes Verhältnis gehabt haben. Tatsächlich ließ Stan Lee in Interviews jedoch kaum eine Gelegenheit aus, den kreativen Prozess zwischen ihm und seinen Zeichnern ausführlich zu beschreiben und dieser fruchtbaren Zusammenarbeit den größten Anteil am Erfolg seiner Comics zuzuschreiben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Als Marvel-Filme noch finanzielle Flops waren 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,99€
  2. 2,79
  3. (-10%) 35,99€
  4. 15,00€

Huetti 15. Nov 2018

Die mit einem der besten Cliffhanger aller Zeiten endet!

Clown 14. Nov 2018

Danke! Mich hatte die Szene in Guardians 2 schon gewundert, aber das erklärts ja. Ich bin...

derKlaus 13. Nov 2018

Mir gings genauso. Als Kind hab ich den Film tot geguckt. Mittlerweile geht der gar...

ptepic 13. Nov 2018

+1

Meldryt 13. Nov 2018

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Marvel_Comics_superhero_debuts


Folgen Sie uns
       


Halo (2001) - Golem retro_

2001 feierte der Master Chief im Klassiker Halo: Kampf um die Zukunft sein Debüt. Wir blicken zurück und merken, wie groß der Einfluss des Spiels wirklich ist.

Halo (2001) - Golem retro_ Video aufrufen
Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Datenleck Microsoft-Datenbank mit 250 Millionen Support-Fällen im Netz
  2. Office 365 Microsoft testet Werbebanner in Wordpad für Windows 10
  3. Application Inspector Microsoft legt Werkzeug zur Code-Analyse offen

Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Schräges von der CES 2020 Die Connected-Kartoffel
  3. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch

Arbeit: Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
Arbeit
Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen

In Deutschland ist die Zahl der Frauen in IT-Studiengängen und -Berufen viel niedriger als die der Männer. Doch in anderen Ländern sieht es ganz anders aus, etwa im arabischen Raum. Warum?
Von Valerie Lux

  1. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann
  2. Arbeit Wer ein Helfersyndrom hat, ist im IT-Support richtig
  3. Bewerber für IT-Jobs Unzureichend qualifiziert, zu wenig erfahren oder zu teuer

    •  /