• IT-Karriere:
  • Services:

Als Marvel-Filme noch finanzielle Flops waren

Nach vielen Jahrzenten an der Spitze von Marvel in wechselnden Positionen als Herausgeber und Chefredakteur nahm Stan Lee schon in den frühen 80ern nicht mehr maßgeblich am Schöpfungsprozess neuer Comics teil. Stattdessen zog er nach Los Angeles, um dort die ersten Versuche Marvels im Bereich Film und Fernsehen anzustoßen. Im TV funktionierte dies sowohl mit der Realserie rund um den Unglaublichen Hulk als auch den aufwendig animierten Zeichentrickserien auf Basis von Spider-Man, X-Men oder den Fantastischen Vier schon überaus erfolgreich.

Stellenmarkt
  1. PROBAT Bau AG, Feldkirchen
  2. ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim

Von Kinokassenrekorden der heutigen Disney-Produktionen hätte Marvel im Filmbereich dagegen nicht weiter entfernt sein können. Howard the Duck floppte im Kino gnadenlos und erlangte erst viel später als veralberter Trashfilm fragwürdigen Kultstatus. Andere Realfilmadaptionen wie Captain America erschienen gleich nur im Heimvideoverkauf und gerieten zu Recht schnell in Vergessenheit. Von Roger Cormans Umsetzung der Fantastischen Vier ganz zu schweigen, die nur aus vertraglichen Verpflichtungen heraus gedreht und danach nie offiziell veröffentlicht wurde.

Mr. Marvel schrieb auch mal für DC

Im Anschluss an seine aktive Zeit bei Marvel arbeitete Stan Lee an zahlreichen Medien- und Comicprojekten eigener Firmen wie Pow! Entertainment und anderer Unternehmen, darunter sogar Marvel-Hauptkonkurrent DC. Dessen bekannteste Superhelden interpretierte er in der Miniserie Just Imagine Stan Lee Creating ... auf seine typische Art ganz neu. An die großen Erfolge aus Marvel-Tagen konnte er jedoch nie mehr wirklich anknüpfen, für Fans weltweit ist er bis zu seinem Tod in erster Linie "Mr. Marvel" geblieben.

Nach dem Tod seiner Frau Joan Mitte 2017 - nach 70 Jahren Ehe - zeigte sich Stan Lee immer seltener in der Öffentlichkeit. Bei Autogrammstunden wirkte er geistig abwesend, musste sich etwa seinen eigenen Namen von Helfern buchstabieren lassen. Zudem führte er Prozesse gegen ehemalige Geschäftspartner und enge Vertraute, darunter seine Tochter J.C. Lee. Er warf ihr vor, seine Alterssenilität ausgenutzt und sich so Millionenbeträge erschlichen zu haben. 2018 wurden im Zuge von Hollywoods MeToo-Bewegung Vorwürfe sexueller Nötigung gegen ihn laut, die Stan Lee stets von sich wies.

Nach Angaben The Hollywood Reporter starb er in Los Angeles am Montagmorgen (Ortszeit). Stan Lees Tochter J.C. sagte TMZ: "Mein Vater hat alle Fans geliebt. Er war ein großartiger, anständiger Mensch."

Stan Lees Mut hat die Comicbranche bis heute geprägt

Stan Lees größtes Vermächtnis für die Comicbranche stellt nicht das heutige Marvel Entertainment dar, das als Teil der Walt Disney Company zuverlässig weltweit die Kinokassen dominiert. Vielmehr sind es mutige Entscheidungen, die zu ihrer Zeit nicht nur mit branchenüblichen Mechanismen, sondern auch mit gesellschaftlichen Konventionen brachen. Seine Co-Kreationen Black Panther und Luke Cage etwa waren die ersten dunkelhäutigen Superhelden auf dem Mainstream-Comicmarkt. Beide nehmen heute abermals eine Ausnahmestellung als Film- und Serienumsetzungen mit Vorreiterfunktion für mehr Vielfalt und Chancengleichheit in der Unterhaltungswelt ein.

Mit einer Spider-Man-Geschichte in Ausgabe 96 im Jahr 1971, die sich kritisch mit Drogenkonsum befasste, widersetzte sich Stan Lee als Redakteur dem damals geltenden Sittenkodex für Comics, der die Thematisierung von Drogen in egal welchem Kontext verbot. Insbesondere die Eltern jüngerer Leser belohnten Lees Enscheidung mit Lob und starken Verkaufszahlen, woraufhin sich die Comics Code Authority gezwungen sah, ihre Richtlinien zu überarbeiten.

2015 erklärte Stan Lee in einem Interview mit US-Talker Larry King auf seine typisch humorvolle Art, wirklich berühmte Leute erkenne man daran, dass Zeitungen ihren Nachruf schon zu Lebzeiten druckfertig vorbereitet haben. Golem.de kann sowohl diese These als auch die Berühmtheit Stan Lees mit dem hier vorliegenden Artikel bestätigen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Stan Lee ist tot: Excelsior!
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. 383€
  2. (u. a. i-tec Adapterkabel USB-C > HDMI 4K/60Hz 1,5m für 12,99€, i-tec MySafe USB 3.0 Easy...
  3. 47,99€
  4. 1.799€ (versandkostenfrei)

Huetti 15. Nov 2018

Die mit einem der besten Cliffhanger aller Zeiten endet!

Clown 14. Nov 2018

Danke! Mich hatte die Szene in Guardians 2 schon gewundert, aber das erklärts ja. Ich bin...

derKlaus 13. Nov 2018

Mir gings genauso. Als Kind hab ich den Film tot geguckt. Mittlerweile geht der gar...

ptepic 13. Nov 2018

+1

Meldryt 13. Nov 2018

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Marvel_Comics_superhero_debuts


Folgen Sie uns
       


Übersetzung mit DeepL - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie die Windows-Version des Übersetzungsprogramms DeepL funktioniert.

Übersetzung mit DeepL - Tutorial Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /