Stagefright: Samsung und Google führen Patchday ein

Die Sicherheitslücke in Androids Stagefright-Framework bewirkt ein Umdenken: Sowohl Google als auch Samsung führen einen monatlichen Patchday ein, an dem Sicherheits-Updates unabhängig von eigentlichen Systemaktualisierungen bereitgestellt werden sollen.

Artikel veröffentlicht am ,
Samsung-Geräte sollen künftig regelmäßig Sicherheits-Updates bekommen.
Samsung-Geräte sollen künftig regelmäßig Sicherheits-Updates bekommen. (Bild: Golem.de)

Die aktuelle Stagefright-Sicherheitslücke ist eine potentielle Gefahr für Millionen Android-Geräte: Über speziell präparierte MMS kann ein betroffenes Smartphone in eine Wanze verwandelt werden. Die Deutsche Telekom hat wegen des Exploits bereits die direkte Zustellung von MMS abgeschaltet.

Regelmäßige Sicherheitsupdates kommen

Die Lücke scheint jetzt bei den ersten Herstellern zum Umdenken zu führen: Sowohl Google als auch Samsung haben angekündigt, künftig einen monatlichen Patchday einzuführen. Die Nutzer sollen abseits von den eigentlichen Systemaktualisierungen regelmäßig Sicherheitsupdates erhalten.

Google hat mit der Verteilung seiner ersten Sicherheitsaktualisierung bereits begonnen: Alle Smartphones und Tablets ab dem Nexus 4 werden ein Update erhalten, das unter anderem einen Fix für den Stagefright-Exploit beinhaltet.

Auch Samsung möchte seinen Nutzern künftig schneller Sicherheitsupdates anbieten. "Aufgrund der jüngsten Sicherheitsprobleme erwägen wir eine Herangehensweise, Sicherheitsupdates schneller auf unsere Geräte zu bringen", sagte Koh Don Jin, Executive Vice President bei Samsung Mobile Research and Development, der Internetseite Security Week.

Samsung führt Gespräche mit Providern

Aktuell sei Samsung noch im Gespräch mit zahlreichen Netzanbietern weltweit, um eine regelmäßige Verteilung von Sicherheitsupdates zu ermöglichen. Anders als Google bietet Samsung seine Geräte auch als Provider-Versionen an; Aktualisierungen der Netzanbieterversionen erfolgen meistens nicht zeitgleich mit den Android-Updates für Nexus-Geräte, da die Provider häufig noch eigene Anwendungen und Anpassungen hinzufügen. Ein Zeitplan, wann Samsung mit der regelmäßigen Verteilung von Sicherheitsupdates beginnen will, soll in den kommenden Wochen vorgestellt werden.

Dass sowohl Google als auch Samsung separate Sicherheitsaktualisierungen anbieten werden, ist im Grunde überfällig - besonders im Falle von Samsung, das häufig noch Geräte mit älteren, anfälligeren Android-Versionen ausliefert. Ob und wann andere Hersteller nachziehen werden, bleibt abzuwarten.

Nachtrag vom 7. August 2015, 11:00 Uhr

Mittlerweile hat auch LG bekanntgegeben, monatlich Sicherheitsupdates veröffentlichen zu wollen. Sony will ebenfalls für einige seiner Geräte Patches für den Stagefright-Exploit veröffentlichen, regelmäßige Sicherheitsaktualisierungen hat der Hersteller aber nicht angekündigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ibsi 14. Aug 2015

Samsung garantiert nicht. Bei dem Portfolio an Geräten.

nille02 07. Aug 2015

Sie können oft nicht mal, da es vom SoC Hersteller nur ein Image für x.y gibt. Und doch...

DebugErr 07. Aug 2015

Für das S3 portieren 12.1 gerade Hobby-Entwickler. Und das läuft ziemlich stabil.

Jasmin26 06. Aug 2015

Google spricht von nexus- model



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Grüner Wasserstoff
Neues Verfahren erzeugt Wasserstoff aus Salzwasser

Wo es Sonne gibt, um Wasserstoff zu erzeugen, fehlt es oft an Süßwasser. Ein neu entwickelter Elektrolyseur kann das im Überfluss vorhandene Meerwasser verarbeiten.

Grüner Wasserstoff: Neues Verfahren erzeugt Wasserstoff aus Salzwasser
Artikel
  1. Ukrainekrieg: Palantir für die militärische Zielauswahl verantwortlich
    Ukrainekrieg
    Palantir für die militärische Zielauswahl verantwortlich

    Das US-Unternehmen Palantir ist mit Software am Kriegsgeschehen in der Ukraine beteiligt. Auch die hiesige Polizei setzt Software des Unternehmens ein.

  2. Streaming: Netflix streicht Funktion aus drei Abomodellen
    Streaming
    Netflix streicht Funktion aus drei Abomodellen

    Künftig gibt es 3D-Raumklang alias Spatial Audio nur noch im teuersten Netflix-Abo. Wirbel entfacht eine Filmveröffentlichung in Japan.

  3. Software: Wie Entwickler Fehler aufspüren - oder gleich vermeiden
    Software
    Wie Entwickler Fehler aufspüren - oder gleich vermeiden

    Es gibt zahlreiche Arten von Softwarefehlern. Wir erklären, welche Testverfahren sie am zuverlässigsten finden und welche Methoden es gibt, um ihnen vorzubeugen.
    Von Michael Bröde

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung G5 Curved 27" WQHD 260,53€ • Graka-Preisrutsch bei Mindfactory • Samsung Galaxy S23 jetzt vorbestellbar • Philips Hue 3x E27 + Hue Bridge -57% • PCGH Cyber Week • Dead Space PS5 -16% • PNY RTX 4080 1.269€ • Bis 77% Rabatt auf Fernseher • Roccat Kone Pro -56% [Werbung]
    •  /