Stage Manager im Test: Apples Multitasking-Mumpitz

Mit iPad OS 16.1 kommt der neue Multitasking-Modus Stage Manager auf einige iPad-Modelle - eine halbgare Lösung für ein nichtexistentes Problem.

Ein Test von veröffentlicht am
Der Stage Manager im Einsatz
Der Stage Manager im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Apple hat iPad OS 16.1 für alle iPads freigegeben - und damit auch den Stage Manager für iPads mit M1- oder M2-Chip sowie das 11-Zoll-iPad-Pro ab der ersten und das 12,9-Zoll-iPad-Pro ab der dritten Generation. Apples Vorstellung von einem Multitasking-Modus für Tablets ist eine Mischung aus freischwebenden Fenstern, verschiedenen Desktops und neuen Wischgesten. Wir haben uns den Stage Manager angeschaut - und sind nicht überzeugt.

Die Grundidee des Features ist folgende: Bis zu vier Apps können in vier gleichzeitig angezeigten Spaces abgelegt werden, in denen sie als freischwebende Fenster dargestellt werden. Die Fenster können in der Größe angepasst werden - wenn die jeweilige App dies unterstützt. Chrome-Fenster etwa lassen sich in mehreren Stufen in der Breite und Höhe variieren, andere Apps wie etwa die von Sky hingegen nur vom Vollbild zu einem schwebenden Fenster ändern.

Wir verwenden iOS 16.1 mit dem Stage Manager auf einem aktuellen iPad Air, also auf einem Tablet mit Apples M1-Chip. Der Stage Manager funktioniert nur auf ausgewählten iPads, auf dem neuen iPad der 10. Generation hingegen nicht.

Apple aktiviert den Stage Manager nicht automatisch

Um den Stage Manager zu nutzen, müssen wir ihn erst aktiveren, und zwar in den Einstellungen unter Home-Bildschirm & Multitasking. Danach können wir ihn über die Schnelleinstellungen ein- und ausschalten. Dass Apple seine neue Multitasking-Funktion nicht automatisch aktiviert, dürfte daran liegen, dass der Stage Manager das bisherige Nutzungsprinzip eines iPads in wesentlichen Punkten über den Haufen wirft und - ohne eine Eingewöhnung - zunächst verwirrend wirkt.

  • Es ist auch möglich, eine App in mehreren Fenstern zu nutzen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Je nach App stehen verschiedene Fenstergrößen zur Verfügung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Apps werden in Spaces abgelegt, die über eine Leiste am linken Bildschirmrand aufrufbar sind. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Wisch von unten in das Display ruft die Taskleiste auf, über die neue Apps in eine Stage geschoben werden können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Stage Manager mit Seiten- und Taskleiste (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Stage Manager ermöglich es, mehrere Apps als freischwebende Fenster auf einmal zu verwenden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Der Stage Manager ermöglich es, mehrere Apps als freischwebende Fenster auf einmal zu verwenden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

An dieser Stelle zeigt sich das erste Problem: Da nicht alle Entwickler die verfügbaren Größenanpassungen nutzen, ist die Verwendung nicht einheitlich. Mal können wir mehrere Fenster wie unter MacOS oder Windows in unterschiedlichen, für uns passenden Größen nutzen, manchmal geht das aber auch nicht. Dies ist weniger Apple anzukreiden als den Entwicklern, nervt uns im Alltag aber schon.

Unsere vier verschiedenen Multitasking-Spaces werden in einer Leiste am linken Bildschirmrand angezeigt, die wir durch einen Wisch von links in den Bildschirm aufrufen. Die Spaces zeigen eine verkleinerte Ansicht der darin geöffneten Apps an, benennen können wir sie nicht.

Wird ein fünfter Stage-Manager-Space eröffnet, rutscht der bisher vierte aus der Ansicht. Aufgelöst wird er aber nicht, sondern existiert weiterhin - wir können ihn nur nicht mehr in der Leiste finden. In der Ansicht der zuletzt verwendeten Apps sind sämtliche Multitasking-Spaces weiterhin vorhanden. Auf unserem iPad Air wäre noch Platz für die Anzeige von mindestens zwei weiteren Spaces - Apple lässt diesen Platz leider ungenutzt.

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Viele kleine Unzulänglichkeiten, die uns nerven 
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EDL 05. Nov 2022

Mir scheint, je größer die Unternehmen werden und älter die Produkte, desto träger werden...

QDOS 28. Okt 2022

Komplett uninteressant, da keine Stift- und Touchunterstützung, da kann man gleich beim...

Artenis 26. Okt 2022

Am Mac hacken die Apps aber nicht ein. Das macht es nur am iPad. Am Mac...

Disciplionse 26. Okt 2022

Wenn ich nur mal vergleiche, was ich auf dem iMac machen "kann" und dann auf das iPad...



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