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Staffel 4 von The Witcher: Wie schlägt sich der neue Geralt?

Der Witcher hat ein neues Gesicht. Stärken und Schwächen der Serie sind aber auch in der vierten Staffel gleichgeblieben.
/ Peter Osteried
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Liam Hemsworth verkörpert den neuen Geralt. (Bild: Netflix)
Liam Hemsworth verkörpert den neuen Geralt. Bild: Netflix

Lange rätselten die Fans, wie sich Liam Hemsworth als neuer Darsteller des Hexers Geralt von Riva in der Netflix-Serie The Witcher schlagen würde. Heute (30. Oktober 2025) startet die vierte Staffel. Wir haben einige Folgen gesehen und stellen fest: Hemsworth vermag die Rolle auszufüllen – zwei Jahre lang, denn nach der fünften Staffel ist Schluss.

Die Autoren adaptierten für die neue Staffel die Romane Feuertaufe, Der Schwalbenturm und Die Dame vom See. Diese Bücher bilden die Basis für die vierte und fünfte Staffel.

Nach den Ereignissen der dritten Staffel finden sich Geralt, Yennefer und Ciri durch einen Krieg und Feinde an allen Ecken und Enden voneinander getrennt wieder. Während sich ihre Wege trennen und ihre Ziele klarer werden, begegnen sie unerwarteten Verbündeten, die sich ihrer Reise anschließen wollen. Es gibt also reichlich neue Figuren, womit sich eine frische Dynamik ergibt.

Dass die Serie immer noch sehr frei die Vorlagen adaptiert, ist mittlerweile Standard. Deswegen soll Henry Cavill die Show verlassen haben, mit Liam Hemsworth kommt aber ein guter neuer Geralt zum Zug. Er ist in Actionszenen, aber auch in ruhigeren Momenten imposant.

In der deutschen Fassung fällt auf: Hemsworth wird von seinem üblichen Synchronsprecher Leonhard Mahlich gesprochen und nicht von Cavills Stammsprecher Alexander Doering. Da es dieselbe Figur ist, hätte das Sinn gemacht.

Neue Gesichter

Neben den bekannten Figuren gibt es auch ein paar Neuzugänge. Matrix-Star Laurence Fishburne ist als Regis zu sehen, ein weltgewandter Mann mit einer mysteriösen Vergangenheit, die ihn eigentlich mit dem Witcher auf Kriegsfuß stehen lassen müsste.

Regis ist ein Fanliebling aus den Büchern und Spielen. Unter anderem dank dieser Figur muss Geralt nicht mehr alleine durch die Lande ziehen.

Außerdem dabei sind Sharlto Copley (District 9) als der berüchtigte Kopfgeldjäger Leo Bonhart, James Purefoy (The Following) als Skellen, Emhyrs Hofberater und hochrangiger Spion, sowie Danny Woodburn (Watchmen) als Zoltan, der bei Fans beliebte Zwerg aus den Büchern und Spielen.

Für jede Figur wird die vierte Staffel zu einer herausfordernden emotionalen Reise. Die von Freya Allan gespielte Ciri kommt zum Beispiel an den Punkt, an dem sie ihrer Magie abschwört, ihre königlichen Pflichten ablehnt und den Namen ihrer Vorfahrin Falka, die ihr in einer Vision erschienen ist, annimmt.

Die Figuren entwickeln sich weiter

Falka schließt sich den Ratten an, einer Gruppe junger Krimineller, bestehend aus Asse (Connor Crawford), Iskra (Aggy K. Adams), Kayleigh (Fabian McCallum), Reef (Juliette Alexandra) und Mistle (Christelle Elwin). Letztere wird schnell zum Love Interest von Ciri/Falka.

Auch Yennefer ist gefordert. Sie kämpft aktiv dafür, den Kontinent für Ciris Rückkehr sicher zu machen. Dazu muss jedoch Vilgefortz (Mahesh Jadu) getötet werden, ein scheinbar unaufhaltsamer Zauberer, der einen ruchlosen Plan zur Neugestaltung der Welt verfolgt und ebenfalls Jagd auf die Prinzessin von Cintra macht.

Ein teures Franchise

Dass Henry Cavill seinen Hut nahm und die Perücke des Witchers an seinen Nachfolger Liam Hemsworth weitergab, schmälerte Netflix' Engagement für die Serie nicht. Der Streamer steckt immer noch enorm viel Geld in die Serie, die einst als die Netflix-Antwort auf Game of Thrones gepriesen wurde, aber nie deren popkulturelle Wirkung erzielte.

Bis dato, und damit einschließlich der vierten Staffel, gab Netflix 720 Millionen US-Dollar für die Serie aus.(öffnet im neuen Fenster) Die erste Staffel kostete 92 Millionen, die vierte nun 221 Millionen. Auf die Kosten der einzelnen Folgen heruntergebrochen heißt das, dass in der ersten Staffel eine Episode mit einem Budget von 11,5 Millionen US-Dollar gedreht werden konnte, bei der vierten Staffel waren schon 27 Millionen pro Folge nötig.

Eine fünfte, finale Staffel soll noch folgen. Rechnet man die Zeichentrickfilme und die Spin-offs hinzu, hat sich Netflix das Ganze mehr als 900 Millionen Dollar kosten lassen. Umso erstaunlicher, dass man da jetzt schon sagte: Mit Staffel 5 ist Schluss.(öffnet im neuen Fenster) Das mag mit den Romanen korrelieren, aber man hätte ja durchaus mit neuen Geschichten weitermachen können.

Große Schauwerte

Tolle Landschaften, starke Figuren, eine komplexe Geschichte und nicht zuletzt jede Menge Monster machen The Witcher auch in der vierten Staffel zur gefälligen Fantasy-Serie, die zwar nie an die Vorlage heranreicht, aber dennoch zu unterhalten weiß. Insbesondere natürlich auch für all jene, die sich mit den Romanen oder Games nicht besonders auseinandergesetzt haben.

Der Anfang der ersten Folge bietet eine gute Einordnung, wer die Figuren sind und wo sie stehen. Eines ist aber trotz Neubesetzung des Hexers zu sagen: Es ist keine Staffel, in die man einsteigt, wenn man zuvor noch nie The Witcher gesehen hat. Hemsworth hin oder her, ein Neustart ist dies nicht.


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