Staffel 3 von House of the Dragon: Wieder einer tot? Mir doch egal!
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 22.06.2026 veröffentlicht. Da das Thema für unsere Leserschaft weiterhin von hohem Interesse ist, spielen wir den Beitrag an dieser Stelle erneut aus.
"Im Spiel der Throne gewinnt man oder stirbt man", heißt es in Game of Thrones. Beim Auftakt der dritten Staffel von House of the Dragon muss man daran denken, denn der Tod erhält hier reiche Beute.
Die Mutterserie schreckte nie davor zurück, Figuren aus dem Spiel zu nehmen, auch wenn sie beliebt oder wichtig waren. Beim Prequel ist es im Grunde nicht anders.
Der Unterschied liegt nur darin, dass die Bedeutungsschwere geringer ist. Weil es zu viele zu ähnliche Figuren gibt und der eine oder andere Tod fast unspektakulär erscheint.
Wer jedoch auf große Bilder setzt, wer Action sehen will oder wie Schiffsflotten und Drachen gegeneinander kämpfen, ist beim Auftakt der dritten Staffel gut aufgehoben. Man sieht der Serie schon an, warum sie so teuer ist. Im Schnitt soll jede Folge 20 Millionen(öffnet im neuen Fenster) US-Dollar gekostet haben.
Das ist Geld, das sich auf der Mattscheibe widerspiegelt. So groß und so aufwendig war die Serie bislang nicht.
Die Konflikte
Und worum geht es in Staffel 3? Rhaenyra Targaryen (Emma D'Arcy) ist bereit, ihren Anspruch auf den Eisernen Thron durchzusetzen. Nachdem ihr Onkel und Ehemann Daemon (Matt Smith) sich in der letzten Staffel zu ihr bekannt hatte, kann sie auf eine starke Flotte unter dem Kommando von Corlys Velaryon (Steve Toussaint) bauen.
Hinzu kommen mit Ulf (Tom Bennett), Addam (Clinton Liberty) und Hugh (Kieran Bew) drei neu gewonnene Drachenreiter, die als Bastarde ihr Leben fristeten. Außerdem hat Rhaenyras einstige Freundin und heutige Rivalin Alicent (Olivia Cooke) zugesichert, ihr die Ankunft in Königsmund zu erleichtern, um ihre eigene Familie zu schützen.
Allerdings spricht Alicent nicht für ihre Söhne. Aegon (Tom Glynn-Carney) ist durch seine schweren Verbrennungen gezeichnet und Königsmund entflohen, während Aemond (Ewan Mitchell) zunehmend psychopathische Züge zeigt. Zudem konnte Tyland Lennister (Jefferson Hall) die Unterstützung der Flotte der Triarchie gewinnen – nicht zuletzt, weil er sich in einem Schlammringen gegen deren Admiral Sharako Lohar (Abigail Thorn) behauptete.
Lohar führt in der ersten Folge die Flotte an, die versucht, die Blockade der Seeschlange aufzubrechen. Der Hass, den sie der Seeschlange entgegenschreit, gehört zu den großen Emotionen des Auftakts.
Was House of the Dragon hier sehr gut schafft: Man wechselt die Seiten, fühlt sich eigentlich eher auf der von Rhaenyra und damit der Seeschlange, aber Lohars gerechter Zorn wirkt und gipfelt in einem bedauernswerten Ende.
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