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Städte- und Gemeindebund: Schulen brauchen für IT erheblich mehr Milliarden

Die Städte halten den Plan für schnelle Internetanbindung , WLAN -Hotspots und Computer für nicht ausreichend finanziert. Bundesbildungsministerin Wanka will einmalig 5 Milliarden Euro ausgeben, die kleineren und mittleren Städte fordern mindestens 2,5 Milliarden Euro pro Jahr.
/ Achim Sawall
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Jugendliche bei einem IT-Wettbewerb von Liberty Global in Amsterdam (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Jugendliche bei einem IT-Wettbewerb von Liberty Global in Amsterdam Bild: Achim Sawall/Golem.de

Die Kommunen haben das von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) angekündigte Fünf-Milliarden-Programm des Bundes für die Digitalisierung an Schulen begrüßt, fordern aber eine weit höhere Investitionssumme von Bund und Ländern. "Digitale Bildung kostet Geld. Es fehlt bisher an einer abschließenden Kostenschätzung, aber es müssen mindestens 2,5 Milliarden Euro pro Jahr aufgewendet werden" , sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte-und Gemeindebundes, der Rheinischen Post(öffnet im neuen Fenster) .

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund vertritt die kleineren und mittleren Städte. Die großen Metropolen sind im Städtetag organisiert.

Wanka hatte am Wochenende erklärt, der Bund werde mit dem Plan DigitalPaktD in den kommenden fünf Jahren alle rund 40.000 Schulen in Deutschland – ausgerechnet die Förderschulen sind ausgenommen – eine schnelle Internetanbindung, WLAN-Hotspots und Computer zur Verfügung stellen. Dafür wird die Bundesregierung 5 Milliarden Euro bereitstellen.

Einheitliche Mindeststandards zur schulischen Medienkompetenz

Landsberg forderte die Länder im Rahmen des von Wanka geplanten Digitalpakts auf, die Digitalisierung in den Schulen stärker voranzutreiben. "Die Länder stehen in der Pflicht, die Medienbildung in den Lehr- und Bildungsplänen zu verankern. Die Kultusministerkonferenz muss einheitliche Mindeststandards zur schulischen Medienkompetenz erarbeiten" , sagte Landsberg. Wanka will Details des Digitalpakts am heutigen 12. Oktober 2016 vorstellen.

An den Schulen gibt es weiterhin zu wenig PCs, Notebooks und Tablets. Jeder dritte Lehrer in der Sekundarstufe 1 bewertet die Verfügbarkeit der Geräte als mangelhaft oder ungenügend. Das ergab eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom und des Lehrerverbandes Bildung und Erziehung (VBE) vom Dezember 2015. Die Schulen sind für Tablets bisweilen auf Spenden aus der Wirtschaft angewiesen. Es fehlt an Personal für die Installation und Wartung der Informationstechnologie.


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