• IT-Karriere:
  • Services:

Stadtwerke: Deutsche Telekom hat hier nur noch 15 Prozent Marktanteil

Die drei großen regionalen Netzbetreiber M-Net, Wilhelm.tel und Netcologne wollen offene Netze und die Zusammenarbeit mit der Telekom. Dort wo die Buglas-Mitglieder Glasfaser bis zum Kunden ausbauen, ist die Telekom massiv geschrumpft.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Führungsriege des Buglas
Die Führungsriege des Buglas (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

In Norderstedt und Teilen Hamburgs hat die Deutsche Telekom nur noch einen Marktanteil von 15 Prozent. Das sagte Theo Weirich, Geschäftsführer Wilhelm.tel und Buglas-Präsident am 28. Mai 2019 auf dem Buglas Sommerfest (Bundesverband Glasfaseranschluss). "O2 und 1&1 sind auf unseren Netzen tätig, so erreichen wir teilweise Belegungsquoten von über 70 Prozent."

Stellenmarkt
  1. itsc GmbH, Hannover
  2. Swabian Instruments GmbH, Stuttgart

Um die hohen Kosten für den FTTH/B-Ausbau (Fiber To The Home/Building) zu refinanzieren, ist eine hohe Auslastung der Netze entscheidend. Wilhelm.tel aus Norderstedt im Süden von Schleswig-Holstein ist mit Willy.tel in Hamburg partnerschaftlich verbunden. Im Großraum Hamburg werden über 400.000 Haushalte versorgt.

Doch auch Hamburg habe noch weiße Flecken bei der Versorgung mit schnellem Festnetzinternet, erklärte Weirich. "Dies ist in Neubaugebieten und abgelegenen Bereichen der Fall. Derzeit rüsten wir in Hamburg pro Woche rund 1.000 Wohnungen mit Glasfaser aus."

"Wir haben in Infrastruktur für aktives Gigabit on the Air investiert, das beginnt mit WLAN und geht dann über in 5G", sagte Weirich.

Buglas von 10 Jahren gegründet

Der Buglas wurde vor zehn Jahren in Norderstedt gegründet. Laut Wolfgang Heer, Geschäftsführer Buglas, "hat der Verband nun 134 Mitgliedsunternehmen, darunter viele, die eigene Glasfasernetze bauen oder betreiben. Von den 1,3 Millionen Kunden für FTTH/B in Deutschland haben wir genau 72 Prozent."

Der Vectoringausbau sei der falsche Weg gewesen und habe den Ausbau von Gigabitnetzen behindert, sagte Nelson Killius, der neue Sprecher der Geschäftsführung von M-net, der früher für Vodafone tätig war. "Die Bundesregierung hat diesen Fehler erkannt. Die Gigabit-Strategie ist eine Abkehr vom Vectoring. Dieser Strategie müssen aber jetzt konkrete Taten folgen." Nötig sei der Open Access, denn volkswirtschaftlich sei es unsinnig, ein bestehendes Netz zu überbauen. Bestehende Netze miteinander zu nutzen, sei dagegen der Schlüssel zum Erfolg.

M-net und Telekom arbeiten zusammen

"1&1 ist auf unserem Glasfasernetz in München und anderen Städten, das bringt eine hohe Auslastung auf die Netze. Auch die Telekom will bei uns Vorleistungen kaufen, in einem FTTC-Gebiet", erklärte Killius Golem.de. Der lokale Netzbetreiber gehört neben den Stadtwerken München (SWM) auch den Stadtwerken Augsburg, den Erlanger Stadtwerken, dem Allgäuer Überlandwerk, der Infra Fürth und der Nürnberger N-Ergie.

Timo von Lepel, Geschäftsführer Netcologne, erklärte die Kabelfusion von Vodafone und Unitymedia in Deutschland sei auch unter Auflagen nicht genehmigungsfähig. "80 Prozent aller Kabelnetzkunden wären dann bei einer Firma." Dieses neue Duopol aus Vodafone und Telekom würde den Glasfaserausbau behindern.

Zu künftigen regionalen oder lokalen 5G-Netzen sagte von Lepel: "Wir haben Standorte, wir haben Strom, wir haben Glasfaser, Rechenzentren und Installationsservice." Hier sei von der Bundesnetzagentur noch nicht das letzte Wort gesprochen. Dies werde nach Ende der 5G-Auktion geschehen, erklärte Heer. Öffentliche Nahverkehrsbetreiber dürften ein hohes Interesse an 5G-Netzen haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 0,99€
  2. 4,99€
  3. 4,96€

chefin 29. Mai 2019

Genau das ist das Problem. Irgendwer muss es bezahlen und das ist aktuell nur machbar...

LinuxMcBook 28. Mai 2019

Da stand aber auch "maximal 15 Minuten". Also auch bei 60GB Dateien maximal 15 Minten...

ikhaya 28. Mai 2019

M dürfte auch für München stehen und von dort aus sich ausbreiten. Ohne München und die...

LinuxMcBook 28. Mai 2019

M-net nutzt doch auch normales DSL Vectoring.


Folgen Sie uns
       


iOS 13 ausprobiert

Apple hat iOS 13 offiziell vorgestellt. Die neue Version des mobilen Betriebssystems bringt unter anderem den Dark Mode sowie zahlreiche Verbesserungen einzelner Apps.

iOS 13 ausprobiert Video aufrufen
Mi Note 10 im Kamera-Test: Der Herausforderer
Mi Note 10 im Kamera-Test
Der Herausforderer

Im ersten Hands on hat Xiaomis Fünf-Kamera-Smartphone Mi Note 10 bereits einen guten ersten Eindruck gemacht, jetzt ist der Vergleich mit anderen Smartphones dran. Dabei zeigt sich, dass es einen neuen, ernstzunehmenden Konkurrenten unter den besten Smartphone-Kameras gibt.
Von Tobias Költzsch

  1. Xiaomi Neues Redmi Note 8T mit Vierfachkamera kostet 200 Euro
  2. Mi Note 10 Xiaomis neues Smartphone mit 108 Megapixeln kostet 550 Euro
  3. Mi Watch Xiaomi bringt Smartwatch mit Apfelgeschmack

Tesla-Fabrik in Brandenburg: Remote, Germany
Tesla-Fabrik in Brandenburg
Remote, Germany

Elon Musk steht auf Berlin, doch industrielle Großprojekte sind nicht die Stärke der Region. Ausgerechnet in die Nähe der ewigen Flughafen-Baustelle BER will Tesla seine Gigafactory 4 platzieren. Was spricht für und gegen den Standort Berlin/Brandenburg?
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Gigafactory Tesla soll 4 Milliarden Euro in Brandenburg investieren
  2. 7.000 Arbeitsplätze Tesla will Gigafactory bei Berlin bauen
  3. Irreführende Angaben Wettbewerbszentrale verklagt Tesla wegen Autopilot-Werbung

Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
Von Microsoft zu Linux und zurück
"Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
Ein Interview von Jan Kleinert


      •  /