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Stadtnetze: Telekom bietet echte Glasfaser in Süddeutschland

Die Telekom sucht die Partnerschaft mit fünf Stadtnetzbetreibern, deren Netz zur Hälfte für FTTH und FTTB ausgebaut ist. Der weitere Glasfaserausbau könne nur gemeinsam gelingen.
/ Achim Sawall
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Der Telekom-Chef (links) spricht vor Stadtnetzbetreibern. Neben ihm steht Johannes Pruchnow, Vorstandsbeauftragter für Breitbandkooperation des Konzerns. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Der Telekom-Chef (links) spricht vor Stadtnetzbetreibern. Neben ihm steht Johannes Pruchnow, Vorstandsbeauftragter für Breitbandkooperation des Konzerns. Bild: Achim Sawall/Golem.de

Die Deutsche Telekom vermarktet Glasfaseranschlüsse von Stadtnetzbetreibern in Bayern und Baden-Württemberg. Das gab das Unternehmen am 19. Dezember 2017 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Vereinbarungen dazu hat die Telekom mit R-Kom in Regensburg, Süc Dacor in Coburg, SWU Telenet aus Ulm, dem Stadtnetz Bamberg und Telepark Passau unterzeichnet.

Durch die Kooperationen können rund 125.000 Haushalte erreicht werden, die jeweils rund zur Hälfte durch kommunale Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser (FTTH und FTTB) und VDSL-Anschlüsse über Glasfaser bis zu den Kabelverzweigern (FTTC) erschlossen sind.

Vermarktet werden ab Frühling 2018 von der Telekom Zuhause-Start-Produkte. Später im Jahr sollen dann auch die FTTB/FTTH-Zugänge angeboten werden. Ähnliche Kooperationen hatte die Telekom zuvor bereits mit Netcologne, Innogy Telnet und Ewe vereinbart.

Telekom-Chef Tim Höttges sagte: "Der weitere Glasfaserausbau kann nur gemeinsam gelingen. Die Telekom will dafür mit ihren Wettbewerbern weiter kooperieren."

Die Telekom will sich mit den Stadtnetzbetreibern zusammenschließen. Das hatte Höttges am 6. Dezember 2017 auf der Jahrestagung des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas) angekündigt. Außerdem teilte Höttges überraschend mit, dass die Telekom Mitglied im Buglas werden wolle, in dem viele City Carrier organisiert sind.

Die Telekom brauche laut Höttges für den Glasfaserausbau eine andere Regulierung. Wenn die Telekom mit Stadtnetzbetreibern zusammenarbeite, würden diese sonst sofort mit der Regulierung infiziert. "Wir sollen in neuen Märkten auf Zugangs- und Endgeldregulierung komplett verzichten, und auf freiwilligen Open-Access-Zugang setzen" , sagte er auf der Tagung.

Telekom-Sprecher Philipp Blank teilte Golem.de auf Anfrage mit: "In diesem Fall sind wir nur Einkäufer bei den anderen Netzbetreibern. Dadurch rutschen diese nicht in die Regulierung." Das könne passieren, wenn gemeinsam ausgebaut werde.


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