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Stadtnetzbetreiber: Kabelnetze können "Gigabit nicht sicher liefern"

Ein Verband kritisiert den Gigabitgipfel NRW und hat dessen Erklärung nicht unterzeichnet. Der Stadtnetzbetreiberverband Breko sieht die Kabelnetze nicht als sicheren Gigabit-Lieferanten der Zukunft.
/ Achim Sawall
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NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) (Bild: Landeswirtschaftsministerium NRW)
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) Bild: Landeswirtschaftsministerium NRW

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) hat den gestrigen Gigabitgipfel NRW von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) kritisiert(öffnet im neuen Fenster) . Der Breko habe die gemeinsame Erklärung des Gipfels "nicht unterzeichnet, da sich insbesondere das darin verankerte Breitbandziel nicht auf nachhaltige, reine Glasfaseranschlüsse fokussiert - und damit nicht auf die beste digitale Infrastruktur" .

In dem Papier sei lediglich von "konvergenten Gigabit-Netzen" die Rede, die bis zum Jahr 2025 flächendeckend zur Verfügung stehen sollen. Damit lege die Erklärung einen Schwerpunkt auf Infrastrukturen wie Kabelnetze, bei denen sich die Nutzer die verfügbare Bandbreite auf der letzten Meile teilen müssen, da es ein shared Medium sei. Die digitalen Anforderungen von Bürgern und Unternehmen seien so künftig nicht sicher zu befriedigen. Daneben bleibe weitgehend offen, mit welchen konkreten Maßnahmen das Gigabit-Ziel erreicht werden solle.

Breko: Vorgaben kritisch

Kritisch sieht der Breko auch die Vorgabe des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums, nach der die Unternehmen ihre bis zum Jahr 2021 reichende Ausbauplanung für Gewerbegebiete und Schulen offenlegen müssen. Der Verband sieht die Gefahr, dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau in Gebieten, die von Netzbetreibern nicht bereits langfristig vorher als Ausbauprojekte gemeldet wurden, von Seiten der Landesregierung untersagt werden könnte.

Breko-Geschäftsführer Stephan Albers betonte: "Unser gemeinsames Ziel muss es sein, allen Bürgern und Unternehmen in Deutschland die beste digitale Infrastruktur, also Glasfaser bis in alle Gebäude, zur Verfügung zu stellen - gleich, in welchem Bundesland sie ansässig sind." Der Verband will auch in Zukunft eng mit dem Bundesland Nordrhein-Westfalen zusammenarbeiten und sich aktiv einbringen.

"Unitymedia baut die Datenautobahnen für Nordrhein-Westfalens digitale Zukunft und wird über 6,8 Millionen Haushalte mit Gigabit versorgen. Bochum surft bereits mit Gigabit-Tempo. Köln und Düsseldorf folgen bald. Parallel kümmern wir uns um die Schulen; 180 allein in Düsseldorf" , sagte Unitymedia-Chef Lutz Schüler.


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