Stadtnetz: Straßenbeleuchtung als Wi-Fi-Standort problematisch
Der Kabelnetzbetreiber HL Komm hat Herausforderungen beim Aufbau seines Wi-Fi-Netzes in Leipzig(öffnet im neuen Fenster) zu überwinden. "Der Anschluss an der Straßenbeleuchtung ist kompliziert, weil dort tagsüber kein Strom verfügbar ist" , sagte Martin Seidenglanz, Leiter Vertrieb, HL Komm Telekommunikationsgesellschaft, am 17. Januar 2017 in Berlin. Der Betrieb eines Stadtnetzes, das nur nachts funktioniert, sei jedoch nicht ganz unproblematisch, witzelte Seidenglanz.
Zudem sei es durch die Auflagen für den Denkmalschutz sehr schwierig, genügend Wi-Fi-Antennenstandorte an Gebäuden zu finden. Der Betreiber HL Komm gehört zur Tele-Columbus-Gruppe.
Seit dem 20. November 2015 ist in der Innenstadt von Leipzig WLAN in Betrieb. Die kommunale LVV-Gruppe startete mit dem Partner HL Komm zu Beginn des Weihnachtsmarktes. Das WLAN unterliegt keiner zeitlichen Beschränkung, eine Beschränkung der Datenrate gibt es laut HL Komm nicht.
Tele Columbus ruft zu FTTH-Ausbau auf
Jean-Pascal Roux, Chief Sales Officer Housing Industry der Tele-Columbus-Gruppe, empfahl der Wohnungswirtschaft, die Glasfaser bis ans Haus zu verlegen. "Wir gehen bis in die Gebäude rein." Mit Koaxialkabel seien Datenübertragungsraten bis 1 GBit/s möglich. Bei Neubauten sollte die Wohnungswirtschaft jedoch gleich auf FTTH (Fiber To The Home) setzen, weil hier sehr viel höhere Datenraten möglich seien.
In einer Gemeinde in Bayern biete Tele Columbus demnächst 1 GBit/s an. Ausgebaut wurde in der Gemeinde Markt Indersdorf, nordwestlich von München. In Markt Indersdorf werden 3.500 Haushalte erreicht. Insgesamt wurden 770 Kilometer Tiefbau für den Netzausbau vorangetrieben und 90.000 neue Wohneinheiten seien angeschlossen worden.
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