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Stadt Zug: Beim Bürgeramt kann jetzt mit Bitcoin gezahlt werden

Stadtverwaltungen gelten nicht gerade als Hort der Modernität. In der Schweiz soll sich das jetzt ändern. Denn in der Stadt Zug kann ab Sommer mit Bitcoin gezahlt werden.
/ Hauke Gierow
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Das Regierungsgebäude der Stadt Zug (Bild: Baikonur)
Das Regierungsgebäude der Stadt Zug Bild: Baikonur / CC-BY-SA 3.0

Die Schweizer Stadt Zug hat ein Experiment gestartet: Ab dem 1. Juli können Einwohner bestimmte Leistungen der Stadtverwaltung in Bitcoin bezahlen(öffnet im neuen Fenster). Die Stadt will bis Ende des Jahres Erfahrungen mit der Digitalwährung sammeln und einen Dialog mit Finanz-Startups beginnen.

Das Pilotprojekt gilt für Zahlungen bis zu 200 Schweizer Franken und ist auf "gebührenpflichtige Leistungen der Einwohnerkontrolle" beschränkt. Ende des Jahres sollen die Erfahrungen dann evaluiert werden.

Die Stadt Zug bezeichnet sich wegen verschiedener Neuansiedlungen von IT-Unternehmen als Crypto-Valley. In der Pressemitteilung ist jedoch lediglich von 15 Unternehmen aus der Finanzbranche die Rede, die sich in der Region angesiedelt haben.

Ein Student soll den Anstoß gegeben haben

Die Initiative der Stadtverwaltung geht laut eines Berichts der NZZ(öffnet im neuen Fenster) auf einen Studenten zurück, der den "in technischen Fragen nicht so versierten Politikern" die Kryptowährung erklärt haben soll. Daraufhin habe der Stadtschreiber selbst ein Bitcoin-Konto eröffnet und die Sache interessant gefunden.

Niklas Nikolasjen vom Startup Bitcoin Suisse AG sagte der NZZ: "Das ist weltweit das erste Mal, dass auf staatlicher Ebene Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert werden". Die Stadt Zug bezeichnet den Schritt als Weiterentwicklung der eigenen Modernisierungsstrategie: "Im Rahmen unserer Strategie Zug 2035 wollen wir frühzeitig Erfahrungen mit solchen Technologien sammeln", sagte Stadtpräsident Dolfi Müller. Wenn die Stadt zur Smart City weiterentwickelt werden soll, sei im Bereich der Finanzdienstleistungen mehr Offenheit notwendig, sagte er.


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