Stability AI: Stable-Diffusion-Macher gerät ins Wanken

Entgegen seinem Namen macht das britische KI-Unternehmen Stability AI momentan keinen sonderlich stabilen Eindruck. Nachdem vergangenen Monat der bisherige CEO zurückgetreten ist, kündigen seine Übergangs-Nachfolger nun einen umfassenden Stellenabbau bei den Machern von Stable Diffusion an.
"Nach einer Überprüfung des globalen Teams haben wir festgestellt, dass wir Teile des Unternehmens umstrukturieren müssen, was leider bedeutet, dass wir uns von einigen Kollegen verabschieden müssen" , heißt es in einer internen E-Mail, die The Register(öffnet im neuen Fenster) vorliegt.
Der Umstrukturierung fallen 10 Prozent der weltweiten Arbeitsplätze(öffnet im neuen Fenster) zum Opfer. Stability AI beschäftigt momentan rund 200 Personen. Es sollen vor allem Beschäftigte aus dem operativen Geschäft betroffen sein.
"Diese Entscheidungen sind nicht leichtfertig gefallen und dienen dazu, Teile des Unternehmens zu verkleinern und unsere Aktivitäten zu fokussieren" , heißt es weiter. Das Schreiben ist von den beiden Interim-CEOs Shan Shan Wong und Christian Laforte unterzeichnet. Die Schritte seien entscheidend, "um uns auf einen nachhaltigeren Weg zu bringen."
Ex-Chef möchte KI dezentralisieren
Emad Mostaque, der bisherige CEO und Gründer von Stability AI, hatte das britische Unternehmen Ende März verlassen(öffnet im neuen Fenster) . Auf X kündigte er an(öffnet im neuen Fenster) , sich in Zukunft für "dezentralisiertere KI" einsetzen zu wollen.
Der Vorstand dankte(öffnet im neuen Fenster) Mostaque für "sein unermüdliches Engagement für Stability AI und die Open-Source-Bewegung" . Das Unternehmen ist noch auf der Suche nach einem dauerhaften CEO. Vorerst übernehmen der COO Shan Shan Wong und Technologiechef Christian Laforte diesen Posten.
Neben Personalproblemen hat Stability AI in Großbritannien auch mit rechtlichen Problemen zu tun: Sowohl in Großbritannien(öffnet im neuen Fenster) als auch in den USA sind Klagen gegen das Unternehmen wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen eingereicht worden.