Staatstrojaner: NSO-Trojaner sorgen weltweit für "Staatsterror"

Journalisten und Politiker sind mit dem NSO-Trojaner ausspioniert worden. Nun gibt es erstmals eine Übersicht und Analyse zum Vorgehen weltweit.

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Erstmals gibt es ein große Analyse des Einsatzes der NSO-Trojaner.
Erstmals gibt es ein große Analyse des Einsatzes der NSO-Trojaner. (Bild: Stephen Dunn/Getty Images)

Gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation Amnesty International und dem Citizen Lab der Universität Toronto hat die Initiative Forensic Architecture das Vorgehen und den Ablauf bei Hacks mit dem Trojaner der israelischen NSO Group untersucht. Die Analyse liefert damit erstmals einen detaillierten Blick in die Nutzung der Trojaner, die Staaten zugeschrieben werden, um damit gegen oppositionelle Politiker, Journalisten oder andere vorzugehen.

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Die Ergebnisse der Untersuchung hat das Team als interaktive Webplattform aufgearbeitet und unter dem Titel: "Digitale Gewalt: Wie die NSO Group Staatsterror ermöglicht" veröffentlicht. Zusätzlich dazu stehen Videointerviews mit Betroffenen und mit den Forschern bereit, für die Filmemacherin Laura Poitras verantwortlich war, die für ihren Dokumentarfilm Citizenfour über Edward Snowden einen Oscar erhalten hat. Hinzu kommt außerdem eine Analyse des Firmennetzwerks der NSO Group.

Wiederkehrende Muster bei Trojaner-Befall

Aus den bisher aus öffentlichen Quellen oder auch aus Gerichtsdokumenten verfügbaren Information zu den Hacks mit Hilfe der NSO-Trojaner seien bereits einige Muster erkennbar. So zielten Trojanerangriffe meist nicht auf Einzelpersonen, sondern immer auf ein Netzwerk von Personen. Die Infektionen geschehen dabei, wenn "diese zivilgesellschaftlichen Netzwerke kontroverse oder kriminelle Staatspolitik aufdecken oder dieser trotzen."

Parallel zur Infektionen der Geräte komme es außerdem zu Gewalt in der physischen Welt. Dazu gehören "Einbrüche, Einschüchterungen, Übergriffe, Festnahmen, Klagen und Hetzkampagnen sowie Mord", was sich an Jamal Khashoggi gezeigt habe, dessen Freunde und Kollegen mit dem Pegasus-Trojaner von NSO angegriffen worden seien. Mit Hilfe der Trojaner könne dabei außerdem die Reichweite einer Staatsmacht deutlich erweitert werden, um Dissidenten auch im Exil zu verfolgen.

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Zu den untersuchten Fällen gehören Trojanerinfektionen in "Mexico, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi Arabien, Marokko, Ruanda, Indien, Spanien und Togo". Ende des Jahres 2019 wurde durch eine Klage bekannt, dass die NSO Group allein zwischen April und Mai 2019 rund 1.400 Whatsapp-Nutzer gehackt haben soll. Das Citizen Lab der Universität Toronto hat dabei über Monate entsprechende Beweise gesammelt.

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