Abo
  • Services:

Staatstrojaner: Finspy vom Innenministerium freigegeben

Das BKA und andere Behörden setzen offenbar eine kommerzielle Überwachungssoftware zur Spionage ein, die von der Firma Finfisher aus München geliefert wird. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, seine Software auch an Diktatoren zu liefern.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesbehörden dürfen in Ermittlungsverfahren künftig Finspy nutzen.
Bundesbehörden dürfen in Ermittlungsverfahren künftig Finspy nutzen. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Das Innenministerium hat Medienberichten zufolge die Spionagesoftware Finspy für den behördlichen Einsatz freigegeben. Wie Die Welt berichtet, hat das Bundesminsterium des Innern am 10. Januar 2018 erstmals den Einsatz der Software erlaubt, um auch verschlüsselte Kommunikation von Krypto-Messengern wie Whatsapp zu überwachen.

Stellenmarkt
  1. Knauf Information Services GmbH, Iphofen bei Würzburg
  2. SSI Schäfer IT Solutions GmbH, Giebelstadt, Dortmund, Walldorf, Oberviechtach

Die im Behördendeutsch Quellen-Telekommunikationsüberwachung genannte Praxis ist unter Bürgerrechtlern umstritten, weil sie tief in die Grundrechte der betroffenen Personen eingreift und staatliche Stellen für die Software Exploits kaufen oder entwickeln müssen. Damit, so Kritiker, wird die IT-Sicherheit insgesamt geschwächt.

Hersteller lieferte wohl auch an autoritäre Staaten

Finspy wird von der Münchner Firma Finfisher hergestellt und geliefert. Das Unternehmen wurde in der Vergangenheit scharf kritisiert, weil es Spionagesoftware auch an autoritäre Länder geliefert haben soll. Die Spyware von Finfisher wurde vom TÜV überprüft. Auch wenn die Software jetzt grundsätzlich einsatzbereit zu sein scheint, soll bislang noch kein Einsatz in einem Ermittlungsverfahren erfolgt sein.

Der Bundesverband IT-Sicherheit Teletrust klagt gegen den Einsatz von Überwachungssoftware durch Behörden vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Der Geschäftsführer des Bundesverbands, Holger Mühlbauer, sagte der Funke-Mediengruppe: "Durch Maßnahmen wie den Staatstrojaner wird der digitale Industriestandort Deutschland gefährdet."

Das BKA hatte mit großem Aufwand einen eigenen Trojaner zur Quellen-TKÜ entwickelt, die Kosten sollen knapp sechs Millionen Euro betragen. Die Eigenentwicklung hat jedoch einen beschränkten Funktionsumfang und kann bislang nur Skype unter Windows überwachen. Eine leistungsfähigere Version der Software soll bis Ende des Jahres fertig sein.

Nicht immer ist Spyware staatlich gelenkt. Golem.de hat sich von der Firma Flexispy eine Malware installieren lassen, um diese auszuprobieren.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 24,99€
  2. 9,95€
  3. 13,49€
  4. 42,49€

d/cYpher 04. Mär 2018

wenn er Handys nutzen kann... Derbe Action.

FreiGeistler 06. Feb 2018

Wikipedia / Vorbereiten_des_Ausspähens_und_Abfangens_von_Daten .

FreiGeistler 06. Feb 2018

Warum schreibt ihr das so verworren? "laut Kritikern" suggeriert dass das Ansichtssache...

cpt.dirk 04. Feb 2018

Ah ja, der Verein, der bei der letzten obligatorischen Untersuchung die aufgepoppte...

Karl-Heinz 03. Feb 2018

Nein, Herr de Maizière, das ist Malware. Und jeder, der so etwas einsetzt, ist meiner...


Folgen Sie uns
       


Nepos Tablet - Hands on

Nepos ist ein Tablet, das speziell für ältere Nutzer gedacht ist. Das Gehäuse ist stabil und praktisch, die Benutzerführung einheitlich. Jede App funktioniert nach dem gleichen Prinzip, mit der gleichen Benutzeroberfläche.

Nepos Tablet - Hands on Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
    Drahtlos-Headsets im Test
    Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

    Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
    Ein Test von Oliver Nickel

    1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
    2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
    3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

    Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
    Machine Learning
    Wie Technik jede Stimme stehlen kann

    Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
    Ein Bericht von Felix Lill

    1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
    2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
    3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

      •  /