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Der Bundestrojaner soll künftig auch Smartphones infizieren können.
Der Bundestrojaner soll künftig auch Smartphones infizieren können. (Bild: Martin aka Maha)

Ist der Staatstrojaner überhaupt programmierbar?

Noch einmal aufgegriffen wird das im komplett neuen Absatz 5:

"Bei Maßnahmen nach Absatz 1 Satz 2 und 3 ist technisch sicherzustellen, dass 1. ausschließlich überwacht und aufgezeichnet werden können: a) die laufende Telekommunikation (Absatz 1 Satz 2), oder b) Inhalte und Umstände der Kommunikation, die ab dem Zeitpunkt der Anordnung nach § 100e Absatz 1 auch während des laufenden Übertragungsvorgangs im öffentlichen Telekommunikationsnetz hätten überwacht und aufgezeichnet werden können."

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Um zu verstehen, was mit den beiden Schachtelsätzen gemeint ist, muss man einen Blick in die Gesetzesbegründung werfen. Darin argumentiert die Bundesregierung, die Quellen-TKÜ von Messenger-Apps solle letztlich nichts anderes sein als die bisherige Telefon- und SMS-Überwachung. Ermittler sollen nur mitlesen können und dürfen, was als laufende Kommunikation gilt. Nicht aber das ganze System oder auch nur die gesamte gespeicherte Kommunikation.

Das soll "technisch" sichergestellt werden, sprich: Die staatliche Überwachungssoftware muss so entwickelt werden, dass sie nur Messenger-Nachrichten erfasst, die auch im Rahmen der klassischen Telefonüberwachung beim jeweiligen Provider erfasst würde - nur eben unverschlüsselt. Sie muss also einerseits gesendete oder empfangene und damit in beiden Fällen auf einem Gerät gespeicherte Nachrichten erfassen und an die Strafverfolger ausleiten können, andererseits aber alle sonstigen Tastatureingaben, Entwürfe oder ältere Nachrichten aus vorangegangenen Chats ignorieren. Nur unter diesen Voraussetzungen sei das Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme (IT-Grundrecht) nicht unzulässig eingeschränkt.

Thomas Hoeren, Professor für IT-Recht an der Universität Münster, der schon mehrfach als Sachverständiger im Bundestag aufgetreten ist, hält die Argumentation für "Unsinn". Das IT-Grundrecht gelte vom Anfang einer Kommunikation bis zu ihrem Ende, daran ändere auch die Interpretation der Bundesregierung nichts. Die Quellen-TKÜ bedeutete einen "massiven Eingriff" in das Grundrecht.

Wer überwacht die Überwacher?

Die entscheidende Frage ist: Wer überprüft das und wer erfährt von dem Prüfungsergebnis? Die Bundesregierung verweist in der Begründung auf eine von Bund und Ländern erarbeitete Standardisierende Leistungsbeschreibung, laut der unter anderem eine Dokumentation des Quellcodes vorgesehen ist. Da die dort genannten Stellen aber der Geheimhaltung unterliegen, bleibt die Verfassungsmäßigkeit der Staatstrojaner für die Öffentlichkeit eine Vertrauensfrage. Zudem taucht die Leistungsbeschreibung im Gesetzestext selbst gar nicht auf.

Detail am Rande: Ein Staatstrojaner darf, so steht es in der Begründung, "nur auf technischem Wege oder mittels kriminalistischer List" installiert werden. Heimlich in die Wohnung eines Verdächtigen eindringen und dort ein Gerät verwanzen, darf die Polizei hingegen nicht. Aber sie dürfte zum Beispiel am Flughafen kurz mit einem Gerät im Hinterzimmer verschwinden.

 Staatstrojaner: Dein trojanischer Freund und HelferWer überwacht werden darf 

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plutoniumsulfat 24. Jun 2017

Die Frage ist eher, finden wir 75%, denen wir was vorgaukeln können, damit sie zu den...

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plutoniumsulfat 24. Jun 2017

Exportweltmeister ist jetzt kein Titel, worauf man stolz sein sollte. Es ist ein Fehler...

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thinkagain 24. Jun 2017

Technisch hochkompliziert möchte ich bezweifeln. Wenn die nötigen exploits bekannt sind...

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GPUPower 24. Jun 2017

Nordkorea ist auch totarm und steckt trotzdem tausende Menschen in Gefangenenlager. Geht...

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Nocta 23. Jun 2017

Du kannst doch nicht erwarten, dass die Informationen, die die App zur Verfügung hat...

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