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Staatstrojaner:
Das bedeutet der Geheimdienstzugriff bei ISPs

Geheimdienste sollen laut einem Gesetzentwurf Datenverkehr umleiten können, doch das nützt ihnen nur etwas im Zusammenspiel mit weiteren Sicherheitslücken .
/ Hanno Böck
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Der Verfassungsschutz soll bald die Möglichkeit bekommen, den Datenverkehr direkt beim ISP zu manipulieren. (Bild: Olaf Kosinsky, Wikimedia Commons)
Der Verfassungsschutz soll bald die Möglichkeit bekommen, den Datenverkehr direkt beim ISP zu manipulieren. Bild: Olaf Kosinsky, Wikimedia Commons / CC-BY-SA 3.0

Ein Gesetzentwurf sieht vor , dass Geheimdienste die Möglichkeit erhalten sollen, den Datenverkehr von Providern zu manipulieren, um darüber Staatstrojaner zu verbreiten. Doch eine Schadsoftware im Internetdatenverkehr unterzubringen ist nicht mehr so einfach, wie es einmal war - dank TLS-Verschlüsselung und signierter Updates. Machbar ist das in den meisten Fällen nur, wenn sogenannte Zeroday-Lücken zum Einsatz kommen.

Ursprünglich sollte der Entwurf am 15. Juli 2020 vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Doch das Thema verschwand kurzfristig wieder von der Tagesordnung.

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