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Staatsanwaltschaft ermittelt: Angebliche "Heil"-Projektion auf Tesla-Werk

Die Polizei in Brandenburg ermittelt, nachdem eine angebliche "Heil"-Projektion am Tesla-Werk in Grünheide Aufsehen erregt hat.
/ Michael Linden
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Projektion auf dem Tesla-Werk in Grünheide (Bild: BlueSky/LedByMonkeys)
Projektion auf dem Tesla-Werk in Grünheide Bild: BlueSky/LedByMonkeys

Das Zentrum für politische Schönheit(öffnet im neuen Fenster) und die britische Gruppe Led by Donkeys(öffnet im neuen Fenster) haben sich in den sozialen Medien zu einer Aktion bekannt, bei der angeblich ein Bild von Tesla-Chef Elon Musk zusammen mit dem Wort " Heil " auf die Front der Gigafactory Berlin projiziert worden sein sollen.

Die nächtliche Projektion soll eine Kombination aus dem Wort " Heil " und dem Tesla-Logo gezeigt haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) prüft laut einem Bericht des Senders N-TV(öffnet im neuen Fenster) den Anfangsverdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Der Gründer des Zentrums für politische Schönheit, Philipp Ruch, gab an, die Projektion habe rund eine Stunde lang gedauert. Die Aktivisten nutzten nach eigenen Angaben eine Drohne für die Aktion und dokumentierten das Geschehen in einem fünfminütigen Video.

Fake oder kein Fake?

Zunächst hatte die Polizei dem Berliner Tagesspiegel am Mittwochabend gesagt(öffnet im neuen Fenster) , die Aktion habe nicht stattgefunden, das Bild davon sei ein " Fake ". Der Wachschutz des Tesla-Werks habe nach Angaben der Polizei keine Projektion bemerkt. Am Donnerstag rückte sie der Zeitung zufolge(öffnet im neuen Fenster) von dieser Darstellung teilweise ab. Auch laut N-TV korrigierte ein Polizeisprecher die erste Einschätzung einer Fälschung: Man prüfe den Sachverhalt, hieß es.

Der Tesla-Chef hatte zuvor bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump eine umstrittene Geste gezeigt, die teils als Hitlergruß gedeutet wurde und zu heftigen Diskussionen führte. In sozialen Medien wurde Musk dafür von rechten Gruppen gefeiert, er selbst wies die Kritik zurück.

Die Aktion der Aktivisten thematisiert Musks zunehmende Unterstützung rechter Gruppierungen. In der Vergangenheit griff er deutsche Politiker wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verbal an. Zudem stellte er sich in verschiedenen europäischen Ländern auf die Seite rechtsextremer Kräfte.


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