Stéphane Richard: Chef von France Télécom verhaftet

France-Télécom-Chef Stéphane Richard ist wegen seiner Verwicklungen in einen Finanzskandal aus seiner Zeit im Wirtschaftsministerium verhaftet worden.

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Stéphane Richard
Stéphane Richard (Bild: Charles Platiau/Reuters)

Der Chef der France Télécom, Stéphane Richard, ist wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder verhaftet worden. Das gab ein Sprecher der französischen Staatsanwaltschaft bekannt. Richard soll verhört werden, was bis zu 48 Stunden dauern könne. Danach werde entschieden, ob ein formales Ermittlungsverfahren eingeleitet oder der 51-Jährige freigelassen werde.

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Am 28. Mai 2013 erklärte France Télécom seine Umbenennung in Orange. Das Unternehmen berichtete, es handele sich bei dem Polizeigewahrsam um eine übliche Maßnahme. Richard bleibe an der Spitze von Orange. In seiner Abwesenheit führe der Finanzchef und Ko-Vorstandschef den Telekommunikationskonzern.

Richard hatte 2008 im französischen Wirtschaftsministerium unter Christine Lagarde an einem umstrittenen Schlichtungsverfahren mitgewirkt. Dabei wurde eine staatliche Entschädigung in Höhe von 403 Millionen Euro an den Investor Bernard Tapie gezahlt. Lagarde hatte die Zahlung als Ministerin ermöglicht, um einen jahrelangen Streit beizulegen.

Der Mobilfunk- und Festnetzbetreiber gehört zu den Unternehmen, die von Google Zahlungen für Youtube-Datentraffic erhalten. Google könne den Konzern mit weltweit 230 Millionen Kunden nicht ignorieren und habe in Verhandlungen ein "Kräftegleichgewicht" erzielt.

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Fragen zur Höhe der Zahlungen von Google beantwortete Richard nicht. Es sei nötig, als Netzbetreiber eine kritische Masse zu erreichen, um mit Google zu verhandeln. Richard sagte, dass Googles Youtube rund 50 Prozent des Datenvolumens in den Netzen des Unternehmens generiere. Dem britischen Onlinemagazin The Register sagte Orange: "Sie bezahlen uns für den Datentraffic, den sie uns schicken." Das Geld werde für die Pflege und den Ausbau der Netzwerke ausgegeben.

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