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SSPLv1: Fedora hält neue MongoDB-Lizenz für unfrei

Die im Cloud-Einsatz beliebte Datenbank MongoDB hat seit einigen Monaten eine neue Lizenz. Der Hersteller bezeichnet diese als Open Source. Das Team der wichtigen Linux-Distribution Fedora widerspricht nun aber und verbietet die Aufnahme in die eigenen Paketquellen. Ähnliches gilt für RHEL und Debian.

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MongoDB nutzt ein Blatt als Logo.
MongoDB nutzt ein Blatt als Logo. (Bild: Daniel R. Blume/CC-BY-SA 2.0)

Mitte Oktober vergangenen Jahres haben die Entwickler der Datenbank MongoDB ihre Lizenz auf die selbst erstellte Server Side Public License (SSPL) gewechselt. An dieser Lizenz, die von dem Hersteller explizit als Open Source bezeichnet wird, gab es schon früh Kritik, sie sei proprietär. Zu dieser Entscheidung ist nun wohl auch das Rechtsteam der Linux-Distribution Fedora gekommen, wie Tom Callaway auf der Mailing-Liste des Projekts schreibt. Dort heißt es, die SSPL sei keine freie Software.

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Fedora gilt als Basis und Entwicklungsumfeld des kommerziellen Enterprise-Linux von Red Hat, die Entscheidung dürfte also vor allem für kommerzielle Nutzer der Datenbank von Bedeutung sein. Callaway schreibt im Namen des Teams zu der Lizenz: "Fedora ist der Überzeugung, dass die SSPL absichtlich so konzipiert wurde, dass sie eine bestimmte Klasse von Benutzern aggressiv diskriminiert."

"Darüber hinaus scheint es klar zu sein, dass die Absicht des Lizenzautors darin besteht, kommerziellen Nutzern von Software, die unter dieser Lizenz steht, Furcht, Ungewissheit und Zweifel (FUD) zu verursachen", heißt es weiter in der E-Mail. Mit FUD wird in der Open-Source-Community eine bestimmte Art von Kampagne bezeichnet, die die Entscheidung zum Einsatz einer Open-Source-Software meist negativ beeinflussen soll.

Weiterverbreitung von MongoDB unsicher

Die Bezeichnung der SSPL als frei oder Open könne laut Fedora auch dazu führen, dass sich diese Unsicherheit auf andere, tatsächlich freie und offene Software übertrage, was wohl nicht im Sinne der Community sei. Zwar werde die erste Version der SSPL derzeit überarbeitet, an deren Zielstellung solle aber festgehalten werden, weshalb Fedora diese Lizenz offiziell als "schlechte Lizenz" bezeichnet. MongoDB darf mit der neuen Lizenz also nicht in die Paketquellen von Fedora aufgenommen werden.

In der aktuellen Beta-Version des kommenden RHEL 8 hat das Unternehmen Red Hat MongoDB ebenfalls mit explizitem Verweis auf die SSPL entfernt. Die Community-Distribution Debian hat sich wohl ebenfalls dazu entschieden, auf die Weiterverteilung von MongoDB unter der neuen Lizenz zu verzichten. Das geht aus einem Eintrag im Bugracker des Projekts hervor.

Nachtrag vom 16. Januar 2019, 13:53 Uhr

Wir haben den Text um Informationen zu RHEL und Debian ergänzt.



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