Festplatten entwickeln nicht so häufig Bad Blocks

Im Vergleich zu Festplatten sind das enorm hohe Werte. Eine andere Arbeit, auf die Schroeder und Google verweisen, gibt an, dass in einem Zeitraum von 32 Monaten nur 3,5 Prozent der Laufwerke überhaupt fehlerhafte Blöcke entwickeln.

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Auch zu den reparaturbedürftigen SSDs gibt es Informationen aus den Google-Daten. Und hier sieht es für SLC-SSDs teils überraschend schlecht aus. Zwei SLC-Modelle hatten innerhalb der ersten vier Jahre Reparaturraten von 25 bis 30 Prozent. Die anderen beiden SLC-Modelle sind mit 8 bis 10 Prozent wiederum ziemlich gut. Die vier MLC-SSDs bewegen sich im Bereich von 8 bis 17 Prozent. Die eMLC-Varianten haben Raten von 6 bis 10 Prozent. Angeblich auch über einen Zeitraum von vier Jahren. Eingangs wurde in dem Papier allerdings erwähnt, dass die eMLC-SSDs erst seit drei Jahren erfasst wurden. Die Mean Time Between Repairs, also die Zeit zwischen zwei reparaturbedürftigen Ausfällen auf die ganze Serie gerechnet, liegt zwischen wenigen Tausend Tagen des Einsatzes bis hin zu über 14.000 Tagen Einsatz. Das ist erheblich weniger, als MTBF-Werte (Mean Time Between Failures) der Hersteller in der Regel suggerieren.

Der Einsatz von SSDs lohnt sich aus Reparatursicht

In der Regel kann die Hälfte der Laufwerke nach einer Reparatur wieder eingesetzt werden. Auch wenn die Datenerhebung hier etwas unscharf ist, denn der Grund dafür, dass ein Laufwerk nicht wieder in den Einsatz kommt, wurde nicht erfasst. Insgesamt ist die Reparaturanfälligkeit von SSDs in dieser Arbeit geringer als die von Festplatten. Dafür ist die Anzahl der nicht korrigierbaren Fehler bei SSDs höher.

Was bei der Lektüre der Arbeit beachtet werden sollte, ist der Umstand, dass es sich hierbei tendenziell um SSDs handelt, die einen gewissen Grundgrad an Zuverlässigkeit bieten. Für den Dauereinsatz ist das unabdingbar. Zudem arbeitet Google mit angepassten SSDs. Der Bericht nennt zwar keine Namen, aber Billig-SSDs mit bekannten Firmware-Problemen oder schwachen Controllern dürften wohl kaum zum Einsatz kommen.

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Insgesamt überrascht aber die hohe allgemeine Ausfallquote im Dauerbetrieb in Googles Rechenzentren. Dass es selbst im Unternehmensbereich SSD-Modelle gibt, die innerhalb von vier Jahren mit hohen Raten ausgetauscht werden, zeigt, dass es noch an Erfahrung mangelt und der Anwender in Rechenzentren mitunter erst Jahre später erfährt, ob sich das Modell gelohnt hat.

Studie hilft nicht als Kaufberatung

Eine Empfehlung für gute oder schlechte SSDs lässt sich so aus mehreren Gründen nicht herauslesen. Zum einen werden in dem Papier keine Hersteller genannt und zum anderen sind die dort betrachteten Modelle mindestens drei Jahre alt. Bei den derzeitigen Produktzyklen lohnen sich Erfahrungswerte kaum. Die SSDs bieten immer mehr Kapazität und die Controller wie auch die Firmware werden stetig weiterentwickelt. Endkunden-SSDs sind erst seit 2,5 Jahren kapazitätstechnisch auf dem Niveau von 7-mm-2,5-Zoll-Festplatten. Wer anhand der Google-Daten ein Produkt kaufen wollen würde, hätte damit recht alte Technik in seinem Rechner. TLC-SSDs betrachtet Google gar nicht erst. Die Technik gibt es noch nicht lange genug. Der Enterprise-TLC-Markt entwickelt sich erst. Dell hat beispielsweise erst Mitte 2015 angekündigt TLC in Storage-Systemen zu unterstützen.

Die Erfahrung aus den Google-Rechenzentren zeigt: Auch wer SSDs einsetzt, sollte regelmäßig Backups durchführen. Völlig unabhängig davon, ob eine SLC-, MLC- oder eine TLC-SSD im Einsatz ist. Pauschal lässt sich nicht sagen, welche Technik die bessere ist. Es hängt offenbar viel vom Können der SSD-Ingenieure ab.

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 SSDs bei Google: SLC- und MLC-Flash-Speicher sind fast gleich gut
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