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SSD: Samsung bringt die 970 Pro und die 970 Evo

Mit der 970 Pro und der 970 Evo hat Samsung neue NVMe-SSDs mit hoher Geschwindigkeit zu gewohnt aggressiven Preisen im Angebot. Beide Modelle nutzen einen überarbeiteten Controller, Samsungs eigenen 3D-Flash-Speicher sowie einen besseren Cache-Algorithmus, und sie drosseln später.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Samsung 970 Evo
Samsung 970 Evo (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Samsung hat die 970 Pro und die 970 Evo vorgestellt, zwei neue SSD-Familien. Die NVMe-Drives folgen auf die 960 Pro (Test) und die 960 Evo (Test) von 2016. Der südkoreanische Hersteller hat die SSDs rundum überarbeitet und verbessert, die Kapazität der einseitig bestückten M.2-2280-Kärtchen ist bei der Pro aber gesunken. Hintergrund sind der neu entwickelte Controller und der aktuelle 3D-Flash-Speicher namens V-NAND v4 mit hoher Geschwindigkeit.

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Die 970 Pro gibt es mit 512 GByte oder 1 TByte, die 960 Pro hatte noch bis zu 2 TByte. Die 970 Evo verkauft Samsung mit 250 GByte, mit 500 GByte, mit 1 TByte und mit 2 TByte - wie die 960 Evo auch. Beides SSDs sind mit vier PCIe-Gen3-Lanes an das System angebunden und unterstützen das NVMe-Protokoll. Der bisherige Polaris-Controller wurde durch einen Phoenix genannten Chip ersetzt, er weist acht statt zuvor vier NAND-Kanäle auf und hat fünf schnellere ARM-Cores. Der Phoenix unterstützt eine AES-256-Verschlüsselung.

  • Samsungs 970 Evo mit 2 TByte (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Samsungs 970 Evo mit 2 TByte (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Samsungs 970 Evo mit 2 TByte (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Beide SSDs nutzen LPDDR4- statt LPDDR3-Arbeitsspeicher für die Mapping-Tabelle, dieser ist aber getrennt vom Controller auf die Platine gelötet und nicht mit ihm als PoP (Package on Package) kombiniert. Samsung differenziert die Pro- und die Evo-Familie wie gehabt beim verwendeten 3D-Flash-Speicher, wenngleich beide auf dem aktuellen V-NAND v4 basieren - so wie die 860 Pro/Evo. Die 970 Pro ist mit 2-Bit-Speicher (MLC) mit 256 GBit pro Die ausgestattet, die 970 Evo mit 3-Bit-NAND (TLC) mit ebenfalls 256 GBit je Chip. Da alle Kärtchen nur zwei Flash-Packages haben, werden bei der 2-TByte-Version der 970 Evo aber 512-GBit-Dies verwendet.

Für die neuen SSDs gibt Samsung an, dass der Phoenix-Controller eine Nickel-Beschichtung zur bessere Wärmeableitung hat, die kühlende Kupferschicht im Aufkleber auf der Rückseite gibt es weiterhin. Die 970 Pro und die 970 Evo sollen knapp 30 Prozent mehr Daten übertragen, bevor sie ihre Leistung drosseln. Das entspricht rund 70 GByte beziehungsweise 30 GByte, wobei die 970 Pro selbst mit Bremse noch fast 1.800 MByte pro Sekunde und die 970 Evo noch etwas über 1.000 MByte in der Sekunde schreiben kann. Diese Werte sind aber ohnehin eher theoretisch: Bis die 970 Pro drosselt, hat sie in zwei Minuten rund 320 GByte übertragen - bei den meisten Nutzern ein seltener Fall.

Die Leistung der neuen 970 Pro liegt leicht über der bisherigen 960 Pro: Samsung nennt 3,5 GByte in der Sekunde lesend und 2,7 GByte/s (1 TByte) sowie 2,3 GByte/s (512 GByte) schreibend statt 3,5/2,1 GByte/s. Die Input-/Output-Operationen bei niedriger QD1-Befehlstiefe bleiben praktisch gleich, bei QD32 steigen sie von bis zu 440K/360K auf 500K/500K. Die 970 Pro soll ihre IOPS länger halten als die 960 Pro. Mit gut fünf Watt brauchen beide Pro-SSDs ähnlich viel Energie unter Last, im Leerlauf greift der L1.2-Schlafmodus.

970 Pro (1 TByte)970 Pro (512 GByte)
ControllerPhoenixPhoenix
Flash-SpeicherV-NAND v4, MLCV-NAND v4, MLC
DRAM-Cache1 GByte LPDDR4512 MByte LPDDR4
Packages2 x (16 x 256 GBit) 2 x (8 x 256 GBit)
Sequenzielles Lesen3.500 MByte/s3.500 MByte/s
Sequenzielles Schreiben2.700 MByte/s2.300 MByte/s
IOPS500K/500K370K/500K
TBW1.200 TByte600 TByte
Modelle der Samsung 970 Pro

Bei der 970 Evo gilt zu beachten, dass Samsung die 3-Bit-Zellen im Pseudo-SLC-Betrieb anspricht, was die Schreibgeschwindigkeit erhöht, solange der Puffer ausreichend Platz aufweist. Beim 1-TByte-Modell hat er 6 GByte und kann dynamisch um 36 GByte erweitert werden, wenn 40 GByte am Stück geschrieben werden sollen. Danach fällt die Leistung von 2,5 GByte/s auf 1,2 GByte/s - mehr als bei der 960 Evo mit 1,9 GByte/s und 1,2 GByte/s. Die Leserate von 3,5 GByte/s ist außen vor und höher als die bisherigen 3,2 GByte/s. Bei den IOPS legt die 970 Evo von 380K/360K auf 500K/480K zu.

970 Evo (2 TByte)970 Evo (1 TByte)970 Evo (500 GByte)970 Evo (250 GByte)
ControllerPhoenixPhoenixPhoenixPhoenix
Flash-SpeicherV-NAND v4, TLCV-NAND v4, TLCV-NAND v4, TLCV-NAND v4, TLC
DRAM-Cache2 GByte LPDDR41 GByte LPDDR4512 MByte LPDDR4256 MByte LPDDR4
Packages2 x (16 x 512 GBit) 2 x (16 x 256 GBit) 2 x (8 x 256 GBit) 2 x (4 x 256 GBit)
Sequenzielles Lesen3.500 MByte/s3.400 MByte/s3.400 MByte/s3.400 MByte/s
Sequenzielles Schreiben2.500 MByte/s2.500 MByte/s2.300 MByte/s1.500 MByte/s
Write-Cache6+72 GByte6+36 GByte4+18 GByte4+9 GByte
IOPS500K/480K500K/450K370K/450K200K/350K
TBW1.200 TByte600 TByte300 TByte150 TByte
Modelle der Samsung 970 Evo

Samsung liefert die 970 Pro und die 970 Evo mit dem NVMe-3.0-Treiber aus, der Windows 7 oder neuer unterstützt. Die verfügbaren Modelle sind schneller und effizienter als ihre Vorgänger, die Preise sind daher noch höher: Die 970 Pro wird für 600 Euro (1 TByte) und 320 Euro (512 GByte) angeboten, eine 2-TByte-Version lohne sich aufgrund der Kosten nicht, sagte Samsung. Die vier Varianten der 970 Evo kosten 120, 220, 430 und 810 Euro. Alle Pro- und Evo-Ableger haben fünf Jahre Garantie und sollen ab dem 7. Mai 2018 verfügbar sein. Die mit der 970 Evo vergleichbare, also langsamere WD Black 3D von Western Digital kostet als 1-TByte-Version rund 400 Euro.



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Ach 25. Apr 2018

Es ist allein schon ziemlich schwer eine M.2 im Alltag so zu stressen, dass sie wie in...

chewbacca0815 25. Apr 2018

Man braucht den Sintech Adapter. Es gibt tonnenweise Community-Artikel hierzu, Tante...

berritorre 25. Apr 2018

Ach ja, 4GB Ram sind natürlich für Videoschnitt sehr wenig. Auch bei 8GB Ram tut sich...

Dermog 25. Apr 2018

Der Aufkleber mit der Kupferschicht befindet sich auf der Rückseite, da wo eine Chips...

subjord 25. Apr 2018

Für RAM ist das korrekt.


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