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SSD: Crucials P1 kombiniert NVMe und 4-Bit-Speicher

Lange nach Mitbewerbern wie Samsung und Intel hat Crucial seine erste NVMe-SSD vorgestellt. Die P1 nutzt einen SMI-Controller und QLC-Flash mit vier Bit pro Speicherzelle. Ergo fällt die Geschwindigkeit hoch aus, allerdings wie üblich nur unter bestimmten Bedingungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Crucials P1
Crucials P1 (Bild: Tom's Hardware)

Die Micron-Tochter Crucial hat die P1 angekündigt, die erste SSD des Herstellers, welche das NVMe-Protokoll und mehrere PCIe-Lanes verwendet. Vor gut zwei Jahren hatte Crucial bereits die Ballistix TX3 gezeigt, diese NVMe-SSD wurde aber nie veröffentlicht. Die neue P1 hingegen ist mit 500 GByte und 1 TByte Kapazität bereits verfügbar, das leicht überarbeitete 2-TByte-Modell folgt in ein paar Wochen.

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Technisch erinnert die Crucial P1 stark an Intels 660p, weshalb auch Crucials Marketing-Aussage, es handele sich um die erste QLC-SSD in M.2-Bauweise, falsch ist: Der Hersteller setzt auf den gleichen SM2263EN-Controller von Silicon Motion, wenngleich die Firmware angepasst wurde. Der Chip nutzt vier NAND-Kanäle und unterstützt NVMe sowie vier PCIe-Gen3-Lanes. Als DRAM-Cache kommt DDR3 der Micron-Mutter zum Einsatz, das 2-TByte-Pendant wird DDR4 verlötet haben. Der 3D-Flash-Speicher ist sogenannter QLC, also Quad Level Cells oder zu deutsch, Speicherzellen mit vier Bit und somit 16 Spannungszuständen.

Wenig überraschend ähneln die von Crucial genannten Leistungsdaten für die P1 denen der 660p von Intel: Die sequenzielle Datenrate des 2-TByte-Modells soll bis zu 2.000 MByte die Sekunde betragen und die Schreibgeschwindigkeit bis zu 1.750 MByte pro Sekunde. Die 1-TByte-Variante schreibt mit bis zu 1.700 MB/s und der 500-GByte-Ableger nur noch mit bis zu 900 MB/s. Allerdings gelten die Werte einzig, wenn der Pseudo-SLC-Puffer nicht voll ist, danach dürfte die Schreibrate drastisch sinken.

Crucial verkauft die P1 für 115 Euro (500 GByte) und 230 Euro (1 TByte), die doppelseitig bestückte 2-TByte-SSD folgt später in diesem Jahr. Intels 660p mit etwas höherer Kapazität gibt es bereits für 100 Euro (512 GByte) und 210 Euro (1.024 GByte), die sehr viel schnellere 970 Evo von Samsung für 125 Euro und 260 Euro.



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Kleba 18. Okt 2018

Erstaunlich wie die SSD-Preise sich in den letzten 12 Monaten reduziert haben. Vor knapp...


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