SSD-Controller und Flash: Seagate kauft LSI Sandforce für 450 Millionen US-Dollar

Das erst kürzlich an Avago verkaufte Unternehmen LSI Sandforce wechselt schon wieder den Besitzer. Seagate übernimmt die Abteilungen, die unter anderem die bekannten SSD-Controller herstellen. Vor allem Enterprise-SSDs will Seagate nun weiterentwickeln.

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Sandforce-Controller auf Mushkin-SSD im mSata-Format
Sandforce-Controller auf Mushkin-SSD im mSata-Format (Bild: Mushkin)

Obwohl Seagate selbst bei SSDs für Standard-PCs noch kaum aktiv ist, kauft das Unternehmen nun ausgerechnet den Entwickler der verbreiteten Sandforce-Controller: Für 450 Millionen US-Dollar, die bar bezahlt werden müssen, übernimmt Seagate LSI Sandforce. Die Firma war erst Ende 2013 von Avago Technologies gekauft worden. Firmenchef Steve Luczo will vor allem "Seagates Roadmap beschleunigen" - er gibt jedoch nicht an, ob sich das nur auf die Enterprise-Produkte bezieht.

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Zwei Abteilungen von LSI erwähnt Seagate in seiner Ankündigung der Übernahme konkret: "Accelerated Solutions Division (ASD)" und "Flash Components Division (FCD)". Die ASD entwickelt die Sandforce-Controller, eher unbekannt war bisher die FCD: Sie stellt direkt an PCI-Express angebundene Flash-Bausteine her. Diese Sparte ist für Seagate wohl am wichtigsten, weil das Unternehmen bereits PCIe-SSDs für Server anbietet.

Den naheliegenden Gedanken, auf Basis der Sandforce-Chips nun auch verstärkt SSDs für PCs anzubieten, greift Seagate in seiner Mitteilung nicht auf. Ebenso erwähnt das Unternehmen nicht, ob und wie die Controller, die zahlreiche andere Unternehmen in SSDs verbauen, diesen Firmen weiterhin angeboten werden.

Das ist jedoch mehr als wahrscheinlich, denn schon im Geschäftsjahr 2015 von Seagate soll LSI Sandforce zum Umsatz seines neuen Besitzers mit 150 Millionen US-Dollar beitragen. Amortisieren soll sich der Kaufpreis aber erst im Geschäftsjahr 2016, ab dann erwartet Seagate auch einen Beitrag zum Gewinn des Gesamtunternehmens.

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