Abo
  • IT-Karriere:

SR20: Zero-Day-Sicherheitslücke in TP-Link-Router

Auf dem Smart-Home-Router TP-Link SR20 kann beliebiger Code mit Root-Rechten ausgeführt werden. Auch andere Router des Herstellers könnten betroffen sein, ein Patch ist nicht in Sicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Führt beliebigen Code mit Root-Rechten aus: TP-Link SR20.
Führt beliebigen Code mit Root-Rechten aus: TP-Link SR20. (Bild: TP-Link)

Eine Sicherheitslücke im Smart-Home-Router SR20 von TP-Link ermöglicht Angreifern das Ausführen von Code mit Root-Rechten. Entdeckt wurde die Sicherheitslücke von dem Sicherheitsforscher und Google-Angestellten Matthew Garrett. Von der Sicherheitslücke könnten auch weitere Router von TP-Link betroffen sein. Der Hersteller hat auf die Sicherheitslücke bisher nicht reagiert.

Stellenmarkt
  1. THD - Technische Hochschule Deggendorf, Deggendorf
  2. DIBT Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin

Garrett hat ein Skript veröffentlicht, mit dem sich beliebige Befehle mit Root-Rechten auf dem Router ausführen lassen - ohne dass eine Anmeldung an dem Gerät notwendig ist. Das Skript funktioniert allerdings nur, wenn sich der Angreifer im gleichen lokalen Netzwerk wie der Router befindet.

Root-Befehle ohne Authentifizierung ausführen

Auf dem SR20 läuft wie auf vielen anderen Routern des Herstellers das TP-Link Device Debug Protocol (TDDP). Dieses verlangt in Version 1 keine Authentifizierung, erst seit Version 2 ist das Admin-Passwort notwendig. "Der SR20 nimmt immer noch manche Version-1-Befehle entgegegen", twitterte Garrett. "Einer dieser Befehle ist eine Konfigurationsprüfung. An diese kann man einen Dateinamen, ein Semikolon und ein Argument schicken." Die Datei und das Argument würden anschließend an einen Lua-Interpreter, der mit Root-Rechten läuft, weitergereicht und ausgeführt. Hierüber könnten beliebige Befehle mit Root-Rechten auf dem Router ausgeführt werden.

Garrett hatte die Sicherheitslücke bereits im Dezember gemeldet - über ein Formular zum Melden von Sicherheitslücken auf der TP-Link-Webseite. Das sei gar nicht so einfach gewesen, da die Beschreibung der Lücke maximal 500 Zeichen umfassen dürfe, schreibt der Sicherheitsforscher in einem Blogeintrag. Weder auf die Meldung noch auf Tweets habe er eine Reaktion der Firma erhalten. Ob TP-Link auf die Veröffentlichung reagiert und einen Patch liefert, ist unklar.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 56€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. 20% auf ausgewählte Monitore)
  3. (u. a. Sennheiser HD 4.50R für 99€)

forenuser 02. Apr 2019

Nun ist es nicht für Jeden ein gangbarer Weg seinen eigenen Router aufzusetzen.

gbomacfly 02. Apr 2019

Tolle Kommunikationskultur. Von solchen Herstellern möchte ich nichts mehr. Gibt ja zum...


Folgen Sie uns
       


Nintendo Ring Fit Adventure angespielt

Mit Ring Fit Adventure können Spieler auf der Nintendo Switch einen Drachen bekämpfen - und dabei gleichzeitig Sport machen.

Nintendo Ring Fit Adventure angespielt Video aufrufen
Cyberangriffe: Attribution ist wie ein Indizienprozess
Cyberangriffe
Attribution ist wie ein Indizienprozess

Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
Von Anna Biselli

  1. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken
  2. Internet of Things Neue Angriffe der Hackergruppe Fancy Bear
  3. IT-Security Hoodie-Klischeebilder sollen durch Wettbewerb verschwinden

Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

Gemini Man: Überflüssiges Klonexperiment
Gemini Man
Überflüssiges Klonexperiment

Am 3. Oktober kommt mit Gemini Man ein ambitioniertes Projekt in die deutschen Kinos: Mit HFR-Projektion in 60 Bildern pro Sekunde und Will Smith, der gegen sein digital verjüngtes Ebenbild kämpft, betreibt der Actionfilm technisch viel Aufwand. Das Seherlebnis ist jedoch bestenfalls komisch.
Von Daniel Pook

  1. Filmkritik Apollo 11 Echte Mondlandung als packende Kinozeitreise

    •  /