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SR-72: Lockheed entwickelt Hyperschalldrohne

Geschwindigkeit statt Tarnung: Lockheed Martin entwickelt ein unbemanntes Aufklärungsflugzeug für das US-Militär. Es soll 6fache Schallgeschwindigkeit erreichen.

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Hyperschalldrohne SR-72: Kombination aus herkömmlichem Strahltriebwerk und Scramjet
Hyperschalldrohne SR-72: Kombination aus herkömmlichem Strahltriebwerk und Scramjet (Bild: Lockheed Martin)

Der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Lockheed Martin arbeitet für die US-Luftwaffe an einem neuen Spionageflugzeug, der SR-72. Es soll die Nachfolge der SR-71 antreten, ist aber unbemannt.

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Die Hyperschalldrohne SR-72 soll 6fache Schallgeschwindigkeit erreichen. Sie ist zwar in erster Linie für die Fernaufklärung gedacht, soll aber laut Hersteller auch für Kampfeinsätze ausgestattet werden können.

Um das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) auf Hyperschallgeschwindigkeit zu beschleunigen, wird das Flugzeug mit einem Triebwerk ausgestattet, das aus einem herkömmlichen und einem Überschall-Verbrennungs-Staustrahltriebwerk (Supersonic Combustion Ramjet - kurz: Scramjet) besteht.

Scramjet

Ein Scramjet ermöglicht hohe Geschwindigkeiten: Das experimentelle Flugzeug X-51A Waverider etwa erreichte im Frühjahr mit einem solchen Triebwerk Mach 5,1 - über 6.200 Kilometer pro Stunde.

Vorteil dieses Triebwerkstyps ist, dass es ohne bewegliche Teile auskommt: Die Luft wird nicht durch Schaufelräder, sondern durch die Geschwindigkeit verdichtet, mit der sie in die Brennkammer gepresst wird. Das funktioniert aber erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit. Um diese zu erreichen, soll der herkömmliche Teil des Triebwerks die SR-72 beschleunigen. Das Kombitriebwerk entwickelt Lockheed Martin zusammen mit dem Unternehmen Aerojet Rocketdyne.

Neue Qualität

"Geschwindigkeit ist der nächste Fortschritt in der Luftfahrt, um in den kommenden Jahrzehnten neu auftretenden Bedrohungen entgegenzutreten", erklärt Brad Leland von Lockheed Martin. Die Hyperschallgeschwindigkeit werde eine neue Qualität in der Rüstungstechnik sein, die eine ähnliche Bedeutung haben werde wie heute die Tarnkappentechnik.

Lockheed Martin hat bereits Erfahrungen mit Hyperschallflugzeugen gesammelt: Das Unternehmen hat im Auftrag der Darpa, der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, das Forschungsflugzeug Falcon Hypersonic Technology Vehicle 2 (HTV-2) gebaut. Bei einem Test, der allerdings nicht ganz wunschgemäß verlief, erreichte das HTV-2 eine Geschwindigkeit von Mach 20. Die Erkenntnisse aus dem Projekt flössen in die SR-72-Entwicklung ein, erklärt der Konzern.

Ab 2030 im Dienst

Ein etwa 20 Meter langer bemannter Prototyp der SR-72 könnte 2018 fertig sein, berichtet die US-Fachzeitschrift Aviation Week. Auch dieser könnte schon Mach 6 erreichen. Die endgültige SR-72 soll über 30 Meter lang werden. Laut Lockheed Martin soll das UAV um das Jahr 2030 in Dienst genommen werden.

Mit der SR-72 baut Lockheed Martin einen Nachfolger für die 1999 außer Dienst gestellte SR-71 Blackbird. Das in den 1960er Jahren entwickelte Spionageflugzeug erreichte immerhin Mach 3 und stellte mehrere Geschwindigkeitsrekorde auf, etwa die schnellste USA-Überquerung: von Los Angeles in die Hauptstadt Washington in 68 Minuten oder ein Flug von New York nach London in einer Stunde und 55 Minuten.



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iFreilicht 07. Nov 2013

YMMD :D

Moe479 06. Nov 2013

abgesehen von deiner äußerst schwachen gender-anspielung (der begriff wird derzeit...

violator 06. Nov 2013

Das sind doch die Satelliten, die 35.000km über der Erde stationiert sind, statt bei...

Kaiser Ming 06. Nov 2013

mmmh, mal überlegen... . . . nein ich denke noch

Jossele 06. Nov 2013

wenn man "etwas1" mit "etwas2" bauen kann ist es mitnichten einfacher ein "etwas3...


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