Abo
  • Services:

Square Enix: Langfristige Technologieplanung eines großen Publishers

Die Zeiten von handgestrickten Grafikroutinen, auf deren Basis sich ein ganzes Games-Imperium aufbauen lässt, sind wohl vorbei. Julien Merceron, Cheftechniker von Square Enix, berichtet aus seiner westlich-japanischen Berufspraxis - und erklärt, welche Entwicklungen er in nächster Zeit für wichtig hält.

Artikel veröffentlicht am ,
Julien Merceron, Worldwide Technology Director bei Square Enix
Julien Merceron, Worldwide Technology Director bei Square Enix (Bild: Golem.de)

Julien Merceron hat schon viel erlebt in der Spielebranche. Erst war er am Aufstieg von Ubisoft vom kleinen Entwicklerstudio zum weltweiten Publisher beteiligt, dann hat er bei Eidos in England angeheuert, und kurz nach der Übernahme der einstigen Vorzeigefirma (Tomb Raider) durch den japanischen Konzern Square Enix - der zuletzt vor allem mit Deus Ex: Human Revolution weltweit erfolgreich war - ist er als Worldwide Technology Director unter anderem für die langfristige strategische Ausrichtung des Unternehmens mitverantwortlich.

Inhalt:
  1. Square Enix: Langfristige Technologieplanung eines großen Publishers
  2. Westliche vs. japanische Entwickler

Das Unternehmen strategisch auszurichten bedeutet nicht nur, sich etwa für eine Engine zu entscheiden und sie dann in möglichst vielen Titeln sinnvoll einzusetzen. Bei Square Enix ist das vor allem die noch aus der Eidos-Zeit bei Crystal Dynamics entwickelte und seitdem stark verbesserte Glacier-2-Engine. "Ganz entscheidend ist ein sinnvolles Knowledge-Management", sagt Julien Merceron und meint damit den langfristigen Aufbau von firmeninternem Wissen. Das geschieht etwa durch regelmäßige Fortbildungen, aber auch dadurch, dass frühzeitig Spiele für neue Plattformen produziert werden, um damit Erfahrungen zu sammeln. Er halte es allerdings für richtig, dabei eher vorsichtig vorzugehen und erst mal nicht zu viele Ressourcen zu investieren, sagt Merceron.

Ebenso wichtig in der langfristigen Planung ist, dass die Entwicklungswerkzeuge an die Unternehmenskultur angepasst werden. Merceron hält viel davon, die internen Teams klein zu halten, damit die Entwickler sich kennen und intensiv über ihre Arbeit und vor allem die Spiele diskutieren können. Das bedeutet auch, dass die Tools für die Zusammenarbeit mit externen Zulieferern ausgelegt sind.

Auch die Erforschung neuer Basistechnologien ist wichtig. Schwieriger ist die Frage, wie damit umgegangen werden soll: Sollen die Teams der jeweiligen Spiele dann quasi verpflichtet werden, einen neuen Algorithmus zu verwenden - etwa, weil er sich bei der Vermarktung gut macht? Merceron ist der Ansicht, dass die Entwickler selbst wissen müssen, was gut für ihr Produkt ist und was nicht - es sei schließlich auch so schon schwierig genug, hochwertige Games herzustellen.

Westliche vs. japanische Entwickler 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Caseking kaufen
  2. 57,99€

Kenterfie 09. Mär 2012

Es gibt weit mehr als man denkt. Viele Sachen sind heutzutage eingekauft oder auch durch...


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia XZ2 Compact - Test

Sony hat wieder ein Oberklasse-Smartphone geschrumpft: Das Xperia XZ2 Compact hat leistungsfähige Hardware, eine bessere Kamera und passt bequem in eine Hosentasche.

Sony Xperia XZ2 Compact - Test Video aufrufen
Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. SteamVR Tracking 2.0 36 m² Spielfläche kosten 1.400 Euro
  2. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  3. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

    •  /