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Square Enix: Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Spiele wie das letzte Hitman waren zu sehr auf das Massenpublikum ausgerichtet – findet Yosuke Matsuda, der seit rund einem Jahr Chef von Square Enix ist. Er will, dass seine Entwickler künftig wieder verstärkt für Hardcore-Spieler produzieren.
/ Peter Steinlechner
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Hitman Absolution (Bild: Square Enix)
Hitman Absolution Bild: Square Enix

Nach gut einem Jahr als Chef von Square Enix kündigt Yosuke Matsuda eine Neuausrichtung für die Entwicklung neuer Spiele an. Im Interview mit dem japanischen Magazin Nikkei Trendy(öffnet im neuen Fenster) sagt er laut Siliconera.com(öffnet im neuen Fenster) : "Bei den AAA-Spielen, die derzeit für unsere Serien entstehen, wollen wir zurück zu deren Wurzeln und uns auf das Kernpublikum konzentrieren." Seiner Meinung nach habe Square Enix beim Blick auf den Massenmarkt zuletzt "möglicherweise den Blick auf diejenigen verloren, für die man tatsächlich die Spiele mache."

Hitman Absolution – Test
Hitman Absolution – Test (04:14)

Als Beispiel nennt Matsuda das im Westen Ende 2012, in Japan Anfang 2013 veröffentlichte Hitman Absolution. Deren Entwickler hätten zu viele "Elemente für die Masse" statt für den eigentlichen Spieler eingebaut, um ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Viele langjährige Fans hätten den eigentlichen Kern der Serie vermisst, und das habe man laut Matsuda auch am Absatz gemerkt.

Anders sei es etwa mit dem Ende 2013 für Nintendos 3DS veröffentlichten Rollenspiel Bravely Default gelaufen. Das sei primär für den japanischen Rollenspielfan produziert worden, habe sich dann aber überall in der Welt gut verkauft; allein in den USA konnte Square Enix über 200.000 Exemplare absetzen. Man habe bislang nicht richtig wahrgenommen, dass es "überall in der Welt Fans von japanischen Rollenspielen" gebe, so Matsuda.


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