Squad Mobility: Solarauto für den Stadtverkehr soll rund 6.000 Euro kosten

Nicht schnell, aber klein und wendig: Das niederländische Startup Squad Mobility hat ein Elektroauto für den Stadtverkehr entwickelt. Es benötigt nur einen Viertelparkplatz, lädt den Akku mit Sonnenstrom und ist preisgünstig in der Anschaffung.

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Solarauto Squad: Vier Squads passen auf einen Parkplatz.
Solarauto Squad: Vier Squads passen auf einen Parkplatz. (Bild: Squad Mobility)

Im Frühjahr hat das niederländische Unternehmen Lightyear das Solarauto Lightyear One vorgestellt, ein großes und teures Fahrzeug. Zwei der Lightyear-Entwickler haben das Unternehmen verlassen und ein eigenes Solarauto gebaut, das den Anforderungen überfüllter Großstädte besser entspricht.

Squad ist ein Leichtelektromobil wie etwa Renaults Twizy. Anders als bei dem kleinen Renault sitzen Fahrer und Beifahrer aber nicht hintereinander, sondern nebeneinander. Hinten gibt es einen Notsitz, auf dem zwei Kinder - wo erlaubt - entgegen der Fahrtrichtung sitzen können. Ansonsten dient er als Ladefläche.

Der Antrieb besteht aus zwei Radnabenmotoren an den Hinterrädern mit jeweils zwei Kilowatt Leistung. Entsprechend fährt das Auto auch nicht sehr schnell: Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h. Falls es genug Nachfrage gebe, werde es auch eine schnellere Variante geben, die 80 km/h schnell fahre, schreiben Robert Hoevers und Chris Klok auf der Website von Squad Mobility.

Der Strom für den Antrieb kommt aus zwei Quellen: Zum einen hat das Auto zwei kleine Akkus, die entnommen werden können, um sie an der Steckdose zu laden. Daneben ist das Dach mit Solarzellen ausgelegt, die Strom aus Sonnenlicht gewinnen. In einem sonnigen Land sollen die Module pro Jahr genug Strom für rund 9.000 Kilometer liefern.

Da das Auto vor allem für den Stadtverkehr, genauer für Sharing-Dienste, entwickelt wurde, ist es nicht sehr groß: Es ist zwei Meter lang und einen Meter breit. Das sei klein genug, dass vier der Squads in eine Parklücke passen, sagen die Entwickler.

Für die oft regnerischen und kühlen Städte im Norden eignet sich das Fahrzeug vielleicht weniger: Es hat keine Türen. Dach, Windschutzscheibe und Boden reichten jedoch aus, um die Insassen an den meisten Tagen trocken zu halten. "Wir dachten, dass das für die meisten von uns gut genug is", sagt Designer Klok. "Auf öffentliche Verkehrsmittel zu warten und/oder die letzte Meile bis zum Ziel zu Fuß zu gehen, ist auch nicht oft 100 Prozent trocken. Wenn man wirklich zu 100 Prozent trocken sein will, bieten wir als Zubehör einen Seitenschutz an."

Wegen der spartanischen Ausstattung ist das Fahrzeug preisgünstig: In der Basisversion soll es 5.750 Euro (ohne Mehrwertsteuer) kosten. Die Leasing-Raten sollen rund 100 Euro pro Monat betragen. Squad Mobility will seine ersten Solarautos 2021 ausliefern.

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NeoChronos 02. Dez 2019

In den nächsten Jahren kommt sowieso Tempo 30 in allen Städten, wenn die Grünen weiter so...

Ely 02. Dez 2019

Solang kein Mensch drin sitzt, bewegt sich von selbst nichts. Außer den Berg runter, wenn...

DeepSpaceJourney 28. Nov 2019

Es gibt immer mehr Reiche? Das wäre mir neu. Die Reichen werden einfach reicher.

DeepSpaceJourney 28. Nov 2019

Und die 45 sind dann auch nur 41. Da geht also gar nichts in Ordnung.



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