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Spyra Three und Spyra LX im Test: Wasserpistolen auf Steroiden

Super Soaker waren gestern, Spyra-Blaster sind cooler! Welche Wasserpistole pumpt sonst automatisch Wasser und hat ein Munitionsdisplay?

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Die Spyra Three ist für erwachsene Hände gedacht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Was passiert, wenn wir das Konzept einer Wasserpistole nehmen und diese zu einem Spielzeug für Erwachsene umfunktionieren? Das hat sich wohl das Team von Spyra gedacht. Das Münchener Start-up entwickelt seit einigen Jahren besonders schlagkräftige Wasserpistolen. Die Spyra Three schießt Wasserstrahlen weit und vor allem mit immenser Kraft. Ist das eine gute Idee oder ein klassischer Fall von typisch deutschem Overengineering? Wir haben die Spyra Three und die etwas konventionellere Spyra LX getestet – schließlich können Nerds einem solchen Spielzeug schwer widerstehen.

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Wir können nur sagen: Schon als Kinder hätten wir uns Wasserpistolen wie die Spyra Three gewünscht. Sie ist durch das an die Halo Assault Rifle oder das M41A-Pulsgewehr aus Aliens erinnernde Munitionsdisplay einfach nur enorm cool. Außenstehende fragen sich direkt: Wie übertrieben kann eine Wasserpistole sein? Die Spyra Three treibt das Konzept definitiv auf die Spitze.

Dabei funktioniert sie zunächst wie eine gewöhnliche Wasserpistole: Wir stecken die Front des Gewehrs in Wasser und pumpen so Flüssigkeit in den integrierten Tank. Anschließend können wir durch Betätigen des Abzugs konzentrierte Wasserstrahlen auf ahnungslose Sommerurlauber losschleudern. Dabei wird kein kontinuierlicher Wasserstrahl abgefeuert, wie es bei vielen anderen Wasserspritzpistolen der Fall ist. Stattdessen verschießt die Spyra Three konzentrierte kurze Wasserstöße. Ja richtig: Wir spielen mit Projektilen aus Wasser.

Elektrische Pumpe und Luftdruck

Das Konzept dahinter ist faszinierend: In der Wasserpistole sind eine elektrische Pumpe, eine Blase aus Gummi und ein pneumatischer Zylinder verbaut. Stellen wir die Spyra in den Pumpmodus – dabei wird der Abzug einfach in Schussrichtung nach vorn eingedrückt -, dann aktiviert sich die akkubetriebene Pumpe. Die leitet Wasser aus einem Eimer oder einer anderen Wasserquelle mit genug Flüssigkeit heraus und drückt sie in die Gummiblase.

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Video: Spyra Three und Spyra LX im Test [2:06]

Während des Pumpprozesses erweitert sich die Blase und erstreckt sich im Innern des Gadgets vom Abzug bis in die Schulterstütze hinein. Entsprechend viel Wasser passt also in das integrierte Magazin. Dabei wird eine kleine Menge Wasser stets in der Kammer vor der Blase gehalten. Dieses bildet dann das Wasserprojektil.

Betätigen wir den Abzug, lösen wir damit den pneumatischen Zylinder aus, der mittels hohem Federdruck Luft in die Projektilkammer pustet. Diese schießt dann zusammen mit dem Wasser vorn aus dem Lauf heraus. Die Spyra Three ist dabei nicht gerade zurückhaltend, wenn Flüssigkeit mit 2,4 Bar (34,8 psi) herausgeschossen wird.

Am besten für ältere Kinder

Wir sollten daher aufpassen: Die Wasserstrahlen können jüngeren Mitspielern wehtun, wenn wir sie aus nächster Nähe in das Gesicht schießen. Nicht umsonst gibt Spyra eine Altersempfehlung von 14 Jahren und älter an. Ist die Wasserpistole mit Wasser geladen, wiegt sie zudem mehr als 3 kg. Gerade jüngere Kinder dürften hier schnell überfordert sein.

Die Spyra Three wird im Eimer geladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [1/16]

Die Wasserpistole speichert Wasser in einer Gummiblase. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [2/16]

Mittels Pneumatik wird Wasser herausgeschossen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [3/16]

Der Mikrocontroller ist in Kunststoff versiegelt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [4/16]

Die Spyra LX funktioniert völlig manuell. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [5/16]

Sie verschießt ähnliche Wasserstrahlen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [6/16]

Das Display zeigt die Tankfüllung und den Akkustand an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [7/16]

Spyra Three (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [8/16]

Spyra Three (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [9/16]

Spyra Three (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [10/16]

Spyra Three (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [11/16]

An der Unterseite sind Power-Schalter und Ladebuchse vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [12/16]

Wir können zwischen drei Modi umschalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [13/16]

Spyra Three (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [14/16]

Spyra LX (rot) und Spyra Three (blau) (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [15/16]

Spyra LX (rot) und Spyra Three (blau) (Bild: Martin Wolf/Golem.de) [16/16]

Das bedeutet nicht, dass sie mit dem Gadget nicht auch ihren Spaß haben können. Am besten sind Erwachsene aber direkt beim Spiel dabei, um bei Problemen zu helfen und eine Aufsichtsrolle zu übernehmen. Vor allem ist wichtig, dass wir die Spyra Three nicht vollständig unter Wasser tauchen. Dann kann der Spaß schneller vorbei sein.

Halten wir uns an die Anweisungen, ist er dafür umso größer.

  1. Mit Mikrocontroller und Akku zum Wasserschlachtsieger
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