Mit Mikrocontroller und Akku zum Wasserschlachtsieger
Die Spyra Three lässt sich in der Praxis ein wenig mit dem zwischenzeitlich verbotenen Super Soaker CPS 2000 aus den 90er Jahren vergleichen. Das liegt nicht an der Funktionsweise, schließlich schießt der CPS 2000 nach manuellem Pumpen einen konstanten starken Strahl, bis der Tank leer ist. Mitspieler, die eines von beiden Modellen verwenden, sind gegenüber anderen aber enorm im Vorteil.
Das Gute an der Spyra Three: Sie verschießt Wasser in kontrollierbaren und präzisen Stößen und lädt deshalb zu einer taktischeren Spielweise ein. Kontrahenten werden zwar nicht ganz so schnell nass, dafür müssen wir auch nicht so oft zum Wassertank zurückrennen, während uns die anderen Mitspieler für unseren unfairen Vorteil mit ihren Wasserblastern bestrafen.
Insgesamt passen etwa 20 Schuss in die Wasserblase der Spyra Three hinein. Die verschießen wir in drei verschiedenen Feuermodi. League und Burst lehnen sich an Airsoft-Markierer oder echte Feuerwaffen an, indem semiautomatisch (League) ein Schuss pro Betätigung des Abzugs oder im Burst-Modus eine Drei-Schuss-Salve abgefeuert wird.
Powershots mit mehr Wasser
Den ersten Modus verwendete Spyra bereits beim Vorgänger Spyra Two. Dabei kann auch ein aufgeladener Schuss (Powershot) losgelassen werden. Dazu drücken wir den Auslöser für einige Sekunden lang durch. Die integrierte Pumpe lädt mehr Wasser in den Lauf und verschießt dann einen besonders kraftvollen Wasserstrahl. Dadurch werden unsere Kontrahenten noch schneller nass.
Der Nachteil: Zuvor gibt die Wasserpistole noch einen normalen Schuss ab. Wir können den aufgeladenen Strahl also nicht jederzeit ohne zusätzlichen Wasserverbrauch nutzen. Cool wäre es doch, wenn der League-Modus ausschließlich für aufgeladene Schüsse gedacht wäre. Denn wir können diesen zwar auch semiautomatisch nutzen. Allerdings kommt die Pumpe nach zu schneller Schussfolge nicht hinterher.
Das gilt übrigens auch für die Drei-Schuss-Salve. Auf den ersten Blick wirkt es cool, in schneller Folge drei Schüsse abzufeuern. Aber auch hier müssen wir ab und zu eine Pause einlegen, wenn der Motor wieder hörbar anspringt.
Beim ebenfalls neuen offenen Modus hatten wir keine Probleme. Den Wassertank können wir in Sekundenschnelle und ohne Pausen leerschießen. Deshalb gefällt uns diese Einstellung am besten.
Mikrocontroller und 1-Zoll-Display
Gesteuert wird die Elektronik von einem Mikrocontroller mit einem integrierten, 1 Zoll (2,54 cm) großen Monochrom-Display, das sich über der Schulterstütze befindet und so immer abgelesen werden kann. Das Display zeigt diverse Informationen wie etwa den Akkustand und den aktuellen Wasserstand des Tanks an. Die Prozentanzeige zählt nach jedem Schuss um etwa fünf bis sechs Prozent herunter. Insgesamt können wir also 20- bis 25-mal schießen. Der Powershot benötigt dabei mindestens 20 Prozent Reserve im Tank.
Die Kombination aus Mikrocontroller und Display erinnert uns wie eingangs erwähnt an Videospiele und Filme wie Halo und Aliens. Der Coolnessfaktor ist für uns als Gadget-Nerds daher besonders hoch. Keine Elektronik funktioniert allerdings ohne Energiequelle. Bei der Spyra Three ist deshalb in der Schulterstütze ein separater Akku eingebaut. Der wird mittels USB-C-Ladekabel aufgeladen und hält für etwa 20 bis 30 volle Wassertanks. Das dürfte für einen langen Sommertag im Strandbad locker reichen.
Der USB-Ladeport befindet sich neben dem Power-Schalter an der unteren Seite des Griffstückes. Er ist mit einer Gummiabdeckung geschützt, so dass Wasser nicht so leicht in den empfindlichen Ladeport eindringen kann.
Elektronik + Wasser = bedenklich
Generell haben wir aber einige Bedenken bezüglich der Wasserresistenz. Zwar sind der Mikrocontroller und der Akku in einem mittels Gummidichtungen abgesicherten separaten Kunststoffgehäuse verbaut. Allerdings bietet die Außenschale selbst gar keinen Schutz vor Wasser von außen. Das ist auch so gewollt, damit auslaufende Flüssigkeit ihren Weg hinaus findet.
Spyra beschreibt die Spyra Three mit einer Metapher: "Die Spyra-Blaster sind wie ein Joghurtbecher. Dies bedeutet, dass deine Spyra mit Wasser volllaufen und sich zur Titanic gesellen kann. Dies kann unter anderem auch die Lebensdauer der Spyra beeinträchtigen, daher raten wir davon ab, die Spyra-Blaster vollständig unter Wasser zu tauchen." Wenn der Hersteller schon davon abrät, dann sollten wir dieses Szenario lieber nicht nachspielen – vor allem nicht mit einem Gadget für 170 Euro.
Der Youtuber Lorddraconical konnte die Wasserpistole allerdings auch im Wasser verwenden. Die Frage für uns stellt sich nur: Wie lange hält das Produkt durch? Je nachdem, wie oft wir sie untertauchen, kann das mehr oder weniger lang sein.
Für wirklich nasse Wasserschlachten gibt es deshalb auch eine Alternative: die Spyra LX.
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| Spyra Three und Spyra LX im Test: Wasserpistolen auf Steroiden | Wie gut schießen die Spyra Three und Spyra LX? |










Oh, doch. Mindestens hast du diese Interpretationsmöglichkeit ebenfalls angeboten, bzw...
In den Super Soakern gab es so einige Probleme: - Federn verloren ihre Spannung was zur...
KwT
Allein das Privileg einen Kredit fuer X00000 Euro zu bekommen zeigt wie reich der Westen ist.