Sputnik: Piep, piep, kleiner Satellit
Bochum, Samstag, der 30. September 2017: Kurz nach 13 Uhr verlässt ein mit Helium gefüllter Wetterballon das Gelände der Volkssternwarte. Bis auf 30 Kilometer Höhe steigt er auf, platzt schließlich und kehrt an einem Fallschirm zur Erde zurück. Eine Kugel mit einem Durchmesser von knapp 60 Zentimetern, die unter dem Ballon hängt, symbolisierte den Sputnik 1(öffnet im neuen Fenster) – den ersten Satelliten der Welt, den die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 ins All schoss. Während seiner mehrstündigen Reise funkte ein Sender ein Signal, das in Mitteleuropa zu empfangen war. Mit dieser Aktion erinnerte die Volkssternwarte an den Beginn des Raumfahrtzeitalters.

Warum gerade Bochum? Hier saß Heinz Kaminski(öffnet im neuen Fenster) vor 60 Jahren daheim im Vorratskeller vor seinem Kurzwellenempfänger. Damit empfing der ehemalige Marinefunker und Hobbyastronom merkwürdige Signale – mutmaßlich als Erster außerhalb der Sowjetunion. Er zeichnete sie mit einem geliehenen Tonbandgerät auf und machte den Sputnik so im Westen bekannt.