Spusu: Telefónica will Billig-Discounter nicht ins O2-Netz lassen

Ein sehr günstiger Mobilfunkdiscounter wird nicht auf den deutschen Markt gelassen. 3,5 GByte Daten für unter 10 Euro plus 400 Gesprächsminuten und 100 SMS bietet Mass Response. Doch die Österreicher wollen offenbar ein eigenes Kernnetz betreiben, was die Telefónica nicht zulassen will oder muss.

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Tarif von Spusu
Tarif von Spusu (Bild: Spusu)

Der österreichische Mobilfunkdiscounter Mass Response mit der Marke Spusu hat Probleme, auf den deutschen Markt zu kommen, woran die Telefónica schuld sei. Das gab das Unternehmen am 12. August 2016 bekannt. Schon vor der Fußball-Europameisterschaft wollte das Unternehmen seine "Tarife wie zum Beispiel 3,5 GByte Daten für 9,89 Euro und ohne versteckte Kostenfallen nach Deutschland bringen."

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Zu diesem Preis bietet der Betreiber Spusu 4.000 in Österreich an, der Tarif beinhaltet 400 Gesprächsminuten und 100 SMS. Eine Aktivierungsgebühr soll nicht anfallen. Dort ist das Unternehmen im Netz von 3 aktiv, Kunden sind unter der Vorwahl 0670 erreichbar. Kunden sollen eine Datenrate bis zu 42 MBit/s erhalten, unverbrauchte Freiminuten und SMS können im nächsten Monat als Datenkapazität genutzt werden.

Der Mobilfunkprovider (Mobile Virtual Network Operator) ohne eigenes Netz sei auf die Kooperation mit einem Netzbetreiber angewiesen, um in den deutschen Markt kommen zu können. Die Pläne von Spusu, in Deutschland aktiv zu werden, würden von der Telefónica Deutschland seit mehreren Jahren offensichtlich "ausgebremst". Karl Katzbauer, Head of MVNO International bei Spusu, sagte: "Die Fusion von O2 und E-Plus wurde von der EU-Kommission nur unter der Bedingung genehmigt, dass Telefónica Deutschland, als Mutterkonzern von O2, unter anderem auch Mobile Virtual Network Operator ans Netz nimmt: Bisher weigert sich das Unternehmen jedoch, diese Fusionsbedingungen umzusetzen".

Beschwerde bei der EU-Kommission

Spusu habe Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt. Auch eine Klage sei möglich. "Wir würden den Marktzutritt eines virtuellen Netzbetreibers aus dem Ausland begrüßen", hieß es in einem Schreiben des Bundeskartellamts an die EU-Kommission, das der Wirtschaftswoche vorliegt. Denn bisher seien "allenfalls geringfügige Anzeichen für eine nachhaltige positive wettbewerbliche Entwicklung erkennbar".

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Ein Telefónica-Sprecher sagte Golem.de: "Wir bieten an, wozu wir nach den Auflagen verpflichtet sind. Zu einzelnen Verhandlungen äußern wir uns nicht."

Aus Unternehmenskreisen der Telefónica war zu erfahren, dass Spusu tatsächlich versuche, das LTE-Netz der Telefónica zu nutzen. Das Unternehmen wolle aber eine eigene Kerninfrastruktur betreiben, die Öffnungsklausel mit der EU-Kommission gelte aber nur für Mobilfunkprovider ohne eigenes Netz.

Nachtrag vom 12. August 2016, 17:47 Uhr

Katzbauer sagte Golem.de: "Telefónica muss uns über das Non-MNO-Remedy Netzzugang zu besten Marktpreisen gewähren. Dieser Verpflichtung ist die Telefónica bis heute nicht nachgekommen. Die Formulierung des Remedy ist eindeutig. In Verbindung mit einer Definition eines Kunstbegriffes gelingt es dem Konzern bis jetzt, den Markteintritt von Spusu zu verzögern." Auch ohne eigenes Kernnetzwerk sei ein virtueller Mobilfunknetzwerkbetreiber (MVNO) umsetzbar.

"Telefónica muss nur unsere Mobilfunkkennung in seinem Netz implementieren und die Calls entweder zu uns weiterleiten oder uns die Möglichkeit zugestehen, nach unseren Aufträgen die Calls zu routen", betonte Katzbauer.

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neocron 22. Aug 2016

mal anders herum gefragt, was soll daran bitte abzocke sein? niemand ist gezwungen das...

Anonymer Nutzer 15. Aug 2016

Naja, den Winsim-Tarif und den GMX-Tarif gibt es auch nur immer ein paar Wochen. ;-)

Anonymer Nutzer 14. Aug 2016

Kommt darauf an, was du mit weltweit meinst und welche Konditionen. Kanada bspw. ist da...

Der Held vom... 14. Aug 2016

Das hängt sicher davon ab, wie viel man im Jahr telefoniert. Einmal die Woche eine...

Anonymer Nutzer 14. Aug 2016

ich kann mit Deiner Aussage nicht viel anfangen. Was willst Du uns damit sagen? Dass Du...



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