Sproing Interactive: Österreichs größtes Spieleentwicklerstudio ist insolvent
Ein geplatzter Großauftrag hat den Wiener Spieleentwickler Sproing Interactive(öffnet im neuen Fenster) in die Insolvenz getrieben. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren unter anderem die Computerspiele zu Schlag den Raab sowie das Mobilegame Asterix and Friends produziert. Nun steht Sproing nach Informationen unter anderem von Krone.at(öffnet im neuen Fenster) mit Schulden in Höhe von 2,8 Millionen Euro da, die nicht bedient werden können. Rund 1,8 Millionen Euro davon sind ausstehende Mitarbeiterforderungen – also wohl in erster Linie Gehälter. Die restliche Summe ist bei Banken, dem Finanzamt und anderen Gläubigern offen.
Sproing wird nicht geschlossen, sondern soll auf Basis eines Sanierungsplans fortgeführt werden. Zwei Teams werden entlassen, die anderen Mitarbeiter behalten ihre Stellen – wie viele Angestellte konkret die Kündigung bekommen, ist nicht bekannt. Sproing Interactive wurde 2001 gegründet, neben den Raab- und Asterix-Titeln sind auch mehrere Spiele auf Basis von Moorhuhn entstanden.
Die Probleme bei Sproing Interactive sind die jüngsten Negativschlagzeilen für die deutschsprachige Entwicklerszene. Erst vor wenigen Tagen musste Daedalic Entlassungen ankündigen, andere Firmen wie Goodgames haben sich bereits vorher von Mitarbeitern getrennt. Grund ist in vielen Fällen der zuletzt enorm gewachsene Konkurrenzdruck bei Mobile- und Casualgames.



