Spritzer: Sony springt auf den Arduino-Zug auf
Sony hat auf der Maker Faire Tokio 2017 das Spritzer-Board vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) . Es besteht aus dem eigentlichen Spritzer-Modul auf einem Breakout-Board in Arduino-Uno-R3-Form. Das Modul basiert auf CXD5602-SoCs von Sony. Diese wurden ursprünglich als GPS-Prozessoren für mobile Geräte konzipiert. Das Spritzer-Board unterstützt daher auch GPS und GLONASS.
Das Spritzer ist erstaunlich leistungsfähig(öffnet im neuen Fenster) , in den CXD5602-Chips stecken sechs Cortex-M4-Kerne, die mit bis zu 156 MHz getaktet werden. Die SRAM-Größe beträgt 1,5 MByte. Der SoC unterstützt auch den direkten Anschluss eines Bildsensors. Acht MByte Flashspeicher stehen als permanenter Datenspeicher auf dem Spritzer zur Verfügung.
Neben dem SoC steht auch der Audio-Prozessor CXD5427 auf dem Spritzer bereit. Er unterstützt bis zu vier analoge oder acht digitale Soundeingänge (192 kHz/24bit Auflösung) und enthält einen Spannungswandler sowie eine Ladesteuerung für Akkus.
Das Mikrocontroller-Board stellt Pins für SPI, PWM, UART, I2C und die Ein- und Ausgabe von Soundsignalen zur Verfügung. Dazu kommt ein Klinkenanschluss für Soundsignale, eine Hohlbuchse für die Stromversorgung und ein Mikro-SD-Kartenslot. Die Programmierung soll direkt über die USB-Schnittstelle möglich sein, auch die Arduino-IDE wird unterstützt. Das Spritzer-Mikrocontrollerboard soll im Frühjahr 2018 erscheinen. Einen Preis nannte Sony noch nicht.
Sony folgt mit dem Spritzer den Spuren des koreanischen Herstellers Samsung. Dieser stellte bereits 2015 die Artik-Serie vor – kleine, leistungsfähige Rechnermodule, mit denen Samsung versuchte, den Bastlermarkt zu adressieren. Mittlerweile ist das allerdings nicht mehr der Fall. Auch Intel gab vor kurzem die Einstellung seiner Bastlerboards bekannt.
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