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Spritz eignet sich für viele Sprachen.
Spritz eignet sich für viele Sprachen. (Bild: Spritz Technology)

Kurze und lange Wörter bremsen Spritz

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Spritz variiert die Geschwindigkeit der Darstellung der Wörter etwas. Maurer begründet dies mit einem Beispiel aus der englischen Sprache: Leser verwechseln etwa häufig die beiden englischen Wörter eat und can. Sie sehen sich zu ähnlich, obwohl sie nur einen gemeinsamen Buchstaben haben und zudem besonders kurz sind. Doch genau das macht sie beim Lesen zu einer Herausforderung. Spritz berücksichtigt das im Algorithmus und zeigt daher besonders kurze Wörter länger an.

Doch nicht alle Sprachen sind hier gleich. Auch die Verteilung der Wörter ist von Relevanz. Das Deutsche habe zwar wie das Englische viele kurze Wörter, die ausgebremst werden müssten, allerdings mit einer anderen Gewichtung. Im Deutschen sind es vor allem Wörter mit drei Buchstaben. Zudem gibt es viele besonders lange Wörter. Spritz zeigt maximal 13 Buchstaben gleichzeitig an. Mehr könne das menschliche Auge nicht als Form erfassen, ohne zu springen, so dass ohnehin eine Doppeldarstellung notwendig wäre, um eine Augenbewegung zu verhindern.

Für lange Wörter nimmt sich Spritz ebenfalls etwas mehr Zeit, damit das Auge sie als Gesamtes erfassen kann. Wer genau hinschaut, bemerkt auch eine leichte Verzögerung. Besonders lange Wörter werden hingegen umbrochen. Hier geht Spritz nicht nach ästhetischen Mustern vor, wie es bei Büchern gemacht wird, damit der Text ein schöner gleichmäßiger Block bleibt. Für Spritz ist das nicht zweckmäßig. Die Entwickler suchen sich tendenziell die Mitte aus. Für das Russische fehlt diese Trennung jedoch noch.

Je nach Sprache wird auch der sogenannte Optimal Recognition Point verschieden gesetzt, also die Positionierung des Wortes in der Ansicht. Das gilt auch für Sprachen, die auf komplexen Schriftzeichen basieren wie etwa das Koreanische und Chinesische.

Viele Demo-Apps für den internen Gebrauch

Um seinen Partnern die Fähigkeiten von Spritz zu demonstrieren, hat Maurer zusammen mit seinem Team zahlreiche Demo-Apps geschrieben. 20 sollen es bereits sein, von denen Maurer uns einige zeigt. In einem E-Mail-Programm hält er beispielsweise einfach über einer E-Mail den Finger gedrückt und liest sich ihren Inhalt durch, ohne in die E-Mail selbst hineinzugehen. Ähnlich funktioniert eine Anpassung von Google Maps. Statt mit einem riesigen Pop-up die Sicht auf die Karte zu versperren, wird der Platz auf dem Smartphone sehr effizient genutzt und nur ein kleines Feld etwa für die Beschreibung eines Ortes verwendet.

Trotz der vielen Demoanwendungen will Spritz Technology nicht in das Geschäft der Apps eintreten. Es geht um die Lizenzierung der Technik. Dafür ist ein SDK geplant und Entwickler sollen die Technik selbst einbauen können. Außerdem wird eine Spritz-Anwendung für E-Mails für Samsungs Galaxy S5 und Gear 2 erscheinen.

Nicht jeder Text ist für Spritz geeignet

Trotz der vielen Vorteile machte Maurer im Gespräch mit Golem.de eines klar. Es ist nicht die Lösung für das Lesen, sondern nur eine mögliche Lösung. Die Darstellung mathematischer Formeln per Spritz können wir uns zumindest nicht vorstellen. Diese lassen sich mit der traditionellen Höhlenmalerei bei weitem besser darstellen und bei guter Beleuchtung auch vernünftig lesen. Trotz Spritz hat eine jahrhundertealte Lese- und Darstellungstechnik nicht völlig ausgedient. Auch Maurer würde einen Thomas Mann nicht mit Spritz lesen - sondern als Buch.

 Spritz braucht nur wenig Einarbeitung

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mirolabs 11. Mär 2014

Ich habe mir vor drei Jahren angewöhnt, mir Audio- und Videoinhalte beschleunigt...

Yes!Yes!Yes! 11. Mär 2014

würde ich sie auch hassen.

Yes!Yes!Yes! 11. Mär 2014

Placebos funktionieren nicht, wenn man nicht daran glaubt. :)

Komischer_Phreak 09. Mär 2014

Ich würde sagen, Du entstammst dem Tal der Ahnungslosen. Die Technik des Lesens ohne...

Komischer_Phreak 09. Mär 2014

Ich würde mal vermuten, es hapert bei Dir generell am Leseverständnis oder Du liest nur...



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