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Spritpreise steigen: ADAC und Handwerk fordern niedrigere Stromsteuer

Der ADAC und Handwerksvertreter fordern eine Senkung der Stromsteuer. Dadurch soll der Umstieg auf Elektromobilität beschleunigt werden.
/ Michael Linden
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Ladestationen für E-Autos. (Bild: Pexels)
Ladestationen für E-Autos. Bild: Pexels

Der ADAC und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordern eine Senkung der Stromsteuer. Ziel ist es, den Umstieg auf Elektromobilität zu beschleunigen und unabhängiger von fossilen Kraftstoffen zu werden. Die anhaltend hohen Kraftstoffpreise erhöhen den politischen Druck zusätzlich.

Eine Sprecherin des ADAC sagte(öffnet im neuen Fenster), eine geringere Stromsteuer würde private Haushalte spürbar entlasten. Gleichzeitig könne sie einen zusätzlichen Anreiz für den Kauf von Elektroautos schaffen.

Auch Vertreter des Handwerks äußerten sich in die gleiche Richtung. ZDH-Präsident Jörg Dittrich sprach sich ebenfalls für eine niedrigere Stromsteuer aus (öffnet im neuen Fenster) und forderte darüber hinaus sinkende Lohnnebenkosten. Handwerksbetriebe seien doppelt belastet, durch hohe Energiekosten einerseits und durch Personalkosten andererseits.

Umweltbundesamt warnt vor kurzfristigen Maßnahmen

Parallel zur Debatte meldete sich das Umweltbundesamt zu Wort. Behördenpräsident Dirk Messner zeigt sich skeptisch gegenüber kurzfristig angelegten Entlastungen. Maßnahmen wie ein Tankrabatt oder Steuerbefreiungen griffen zu kurz und seien teuer, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Messner kritisierte zudem das Gießkannenprinzip. Es würden auch Haushalte gefördert, die sich ihre Mobilität trotz hoher Spritkosten leisten könnten. Stattdessen plädierte er für gezielte Entlastungen über einen Direktauszahlungsmechanismus für einkommensschwache Haushalte.

Der Umweltbundesamt-Chef verwies außerdem auf die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen als Ursache des Problems. Je schneller der Umstieg auf Elektromobilität vorankomme, desto besser für die Verbraucher. Dafür sollten aus seiner Sicht zusätzliche staatliche Mittel bereitgestellt werden.

Der soziale Aspekt müsse dabei im Mittelpunkt stehen, betonte Messner. Haushalte mit geringem Einkommen könnten sich ein Elektroauto häufig nicht leisten. Die bestehende Kaufprämie solle daher durch zinsgünstige Kredite oder andere Finanzierungshilfen ergänzt werden.

Regierung denkt über Entlastungen nach

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte angesichts der hohen Spritpreise Entlastungen an. Konkrete Maßnahmen wurden bislang allerdings nicht benannt. In der politischen Diskussion kursiert derzeit eine Vielzahl von Vorschlägen. Ob sich die Forderungen von ADAC, Handwerk und Umweltbundesamt in den Plänen der Regierung wiederfinden, bleibt abzuwarten.


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