Sprint-Übernahme: Telekom empfiehlt Sammelklägern Wechsel zu T-Mobile US
Die Deutsche Telekom hat sich nicht dazu geäußert, ob man wegen einer Sammelklage in den USA Rücklagen bilden wird. Telekom-Finanzchef Christian Illek sagte Golem.de, die Sammelklage sei "gerade erst zugelassen worden" .
Ein Bundesrichter in Chicago entschied Anfang November, dass T-Mobile US sich einer Klage von Kunden von AT&T und Verizon stellen muss, die behaupten, der Kauf von Sprint durch die Telekom habe den Wettbewerb beeinträchtigt.
Illek erklärte Golem.de zu der Klage: "Es geht um sieben Kunden von Verizon und AT&T, die eine Klage eingereicht haben, nach der der Merger von der T-Mobile US und Sprint antikompetitiv wäre. Wir können das nicht ganz logisch nachvollziehen. Doch man muss akzeptieren, dass die Klage zugelassen wurde." Er richte eine "klare Empfehlung an die Kunden: Gehen Sie zu T-Mobile US, dann müssen sie auch die Preiserhöhung nicht mitmachen."
Richter Thomas Durkin erklärte am 3. November 2023 in einem 41-seitigen Urteil (PDF)(öffnet im neuen Fenster) , die Kläger hätten "plausibel" argumentiert, dass höhere Preise "direkt" aus der 26-Milliarden-Dollar-Fusion im Jahr 2020 resultierten.
US-amerikanische Mobilfunkkunden zahlten seit der Fusion "mehr für weniger" , sagte der zuständige Anwalt und Kartellrechtsexperte Brendan Glackin dem Handelsblatt. Seine Kollegen und er freuten sich darauf, nun "für Wiedergutmachung " zu sorgen. Laut Handelsblatt geht es um Schadensersatz in Milliardenhöhe.
T-Mobile US ist der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber des Landes. Die Telekom will ihren Anteil an ihrer hochprofitablen US-Tochter T-Mobile weiter ausbauen. "Wir sind der einzige europäische Telco mit einer Tochter in den USA" , sagte Telekom-Chef Tim-Höttges am 9. November 2023.
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