Abo
  • Services:

Spring Crest: Intels KI-Chip misst über 700 mm²

Mit dem Spring Crest genannten Design plant Intel einen eigenen Beschleuniger für künstliche Intelligenz. Der Chip ist sehr groß und für das Training neuronaler Netze mithilfe von Matrix-Multiplikationen ausgelegt, hinzu kommen 32 GByte Stapelspeicher für viel Bandbreite.

Artikel veröffentlicht am ,
NNP-L1000 alias Spring Crest als Mezzanine-Modul
NNP-L1000 alias Spring Crest als Mezzanine-Modul (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Intel hat weitere Details zu Spring Crest alias NNP-L1000 veröffentlicht, das berichtet Wikichip von der alljährlichen Linley Conference. Die Abkürzung steht für Neural Network Processor (NNP) und ist ein Chip von Nervana, das 2016 von Intel übernommen wurde. Die L1000-Variante ist ein fest verdrahtetes Design (ASIC) für das Training von neuronalen Netzen und soll 2019 verfügbar sein.

Stellenmarkt
  1. Ruhrverband, Essen
  2. Interhyp Gruppe, München

Spring Crest wird nicht von Intel selbst gefertigt, sondern von TSMC im 16-nm-Verfahren. Mit geschätzt 741 mm² Die-Size ist der Chip sehr groß, nur wenige andere wie Nvidias GV100 mit 850 mm² weisen noch mehr Fläche auf. Der GV100 in Form der Tesla V100 wird in 12 nm, einem optimierten 16 nm, produziert und ist ebenfalls ein Beschleuniger für das Training von neuronalen Netzen.

Der NNP-L1000 besteht intern aus vier sogenannten Pods zu je sechs Compute Clustern, welche Einheiten zur Berechnung von Matrix-Multiplikationen und viel SRAM als lokalen Speicher beinhalten. Die einzelnen Cluster kommunizieren durch ein Mesh, zudem sind die Pods jeweils an 8 GByte HBM-Speicher (High Bandwidth Memory) angeschlossen. Das Design ist also auf einen hohen Durchsatz ausgelegt, zudem soll die Auslastung besser ausfallen als bei Nvidias Tesla V100. Der NNP-L1000 unterstützt überdies das bfloat16-Format für Tensorflow.

Intel wird Spring Crest als PCIe-Karte und in Mezzanine-Bauweise anbieten. Letzteres ist ein Open Compute Platform Accelerator Module (OAM) samt Kühlkörper. Für Partner sind Platinen mit acht NNP-L1000 als Mezzanine-Module vorgesehen, wovon mehrere in einem Rack stecken können.

Parallel zu Spring Crest entwickelt Intel noch Spring Hill alias NNP-I, ein M.2-Kärtchen mit einem Chip für Inferencing, also zum Anwenden bereits trainierter neuronaler Netze. Der NNP-I wird in Intels eigenem 10-nm-Verfahren gefertigt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (-30%) 4,61€
  3. 4,99€
  4. 3,43€

ms (Golem.de) 15. Apr 2019 / Themenstart

Prototypen gibt's bereits.

weltraumkuh 15. Apr 2019 / Themenstart

ja das wäre doch letztendlich interessant für den Anwender. Aber läuft denn TensorFlow...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


B-all One für Magic Leap - Gameplay

Ein Squash-Spiel zeigt, wie gut bei Magic Leap das Mapping der Umgebung und das Tracking unserer Position klappt.

B-all One für Magic Leap - Gameplay Video aufrufen
Energie: Warum Japan auf Wasserstoff setzt
Energie
Warum Japan auf Wasserstoff setzt

Saubere Luft und Unabhängigkeit von Ölimporten: Mit der Umstellung der Wirtschaft auf den Energieträger Wasserstoff will die japanische Regierung gleich zwei große politische Probleme lösen. Das Konzept erscheint attraktiv, hat aber auch entscheidende Nachteile.
Eine Analyse von Werner Pluta


    Leistungsschutzrecht: Das Lügen geht weiter
    Leistungsschutzrecht
    Das Lügen geht weiter

    Selbst nach der Abstimmung über die EU-Urheberrechtsreform gehen die "Lügen für das Leistungsschutzrecht" weiter. Auf dieser Basis darf die Regierung nicht final den Plänen zum Leistungsschutzrecht zustimmen.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. Urheberrechtsreform Was das Internet nicht vergessen sollte
    2. Urheberrecht Uploadfilter und Leistungsschutzrecht endgültig beschlossen
    3. Urheberrecht Merkel bekräftigt Zustimmung zu Uploadfiltern

    ANC-Kopfhörer im Test: Mit Ach und Krach
    ANC-Kopfhörer im Test
    Mit Ach und Krach

    Der neue ANC-Kopfhörer von Audio Technica ist in einem Bereich sogar besser als unsere derzeitigen Favoriten von Sony und Bose - ausgerechnet in der entscheidenden Disziplin schwächelt er aber.
    Ein Test von Ingo Pakalski

    1. Surface Headphones Microsofts erster ANC-Bluetooth-Kopfhörer kostet 380 Euro
    2. Sonys WH-1000XM3 Oberklasse-ANC-Kopfhörer hat Kälteprobleme
    3. Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

      •  /