Sprachtelefonie: Telekom führt Voice over LTE ein

Die Deutsche Telekom führt Voice over LTE (VoLTE) ein. Das gab der Mobilfunkbetreiber am 11. Januar 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Voraussetzung für die Nutzung sind ein Telekom-Laufzeitvertrag und ein VoLTE-fähiges Smartphone. VoLTE funktioniere bundesweit innerhalb des LTE-Netzes, erklärte die Telekom.
Bisher müssen LTE-Smartphones für Sprachtelefonie bei der Telekom noch auf die UMTS- oder GSM-Netze umschalten. Das nennt sich Circuit Switched Fallback, hat Nachteile etwa beim Energiebedarf und gilt nur als Übergangslösung. VoLTE verspricht einen sehr schnellen Verbindungsaufbau und eine deutlich bessere Gesprächsqualität im Vergleich zu einem Anruf über das 2G-Netz.
Damit kommt die Telekom als letzter der drei deutschen Netzbetreiber. Voice over LTE ist bereits seit April 2015 im LTE-Netz von O2 verfügbar. Vodafone hatte im März 2015 damit begonnen, sein Mobilfunknetz auf Voice over LTE umzustellen.
Im Juni 2015 hatte die Telekom ein Netzbetreiber-Update, mit dem eine neue Einstellung für Voice over LTE im iPhone-Menü dazukam, wieder zurückgezogen. Laut einem Bericht soll die Verteilung der Netzbetreibereinstellungen durch Apple erfolgt sein, ohne dass dies mit der Telekom abgestimmt gewesen sei. Niek Jan van Damme, Chef der Telekom Deutschland, hatte im September 2015 auf der Ifa in Berlin erklärt: "Voice over LTE ist noch in der genauen Prüfung. Wir lassen uns etwas mehr Zeit, weil wir es richtig machen wollen."



