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Sprachtelefonie: Deutsche telefonieren weniger im Festnetz

Im Jahr 2011 hat jeder in Deutschland im Durchschnitt 39 Stunden im Festnetz telefoniert, das war etwas weniger als im Vorjahr. Der Mobilfunk legte dagegen zu.
/ Achim Sawall
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Bild: Christopher Furlong/Getty Images

Die Nutzung der Sprachtelefonie im Festnetz geht weiter zurück. Die Summe der aus dem Festnetz abgehenden Gesprächsminuten in Deutschland sank im Jahr 2011 um zwei Prozent auf 191 Milliarden, erklärte der IT-Branchenverband Bitkom(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Angaben der Bundesnetzagentur.

"Noch steht das Festnetz in Deutschland für zwei Drittel der Gesprächszeit", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Im Jahr 2011 telefonierte jeder Deutsche im Schnitt 39 Stunden im Festnetz.

Die Zahl der im Festnetz über IP-basierte Dienste abgewickelten Gesprächsminuten stieg 2010 auf 21 Prozent. 2009 lag der Anteil bei 18 Prozent.

Die Zahl der aus dem Mobilfunk abgehenden Gesprächsminuten stieg vom Jahr 2009 auf 2010 um rund zehn Prozent. Hier legte der Bitkom jedoch keine Zahlen für das Jahr 2011 vor. Auch fehlten absolute Zahlen für die Gesprächsminuten aus dem Mobilfunknetz.

Der Rückgang der Festnetztelefonie verläuft in Deutschland jedoch langsamer als in anderen Ländern. So telefonieren hierzulande nur zwölf Prozent der Haushalte ausschließlich mit dem Handy, Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich zurück. Mehr als die Hälfte der Festnetzkunden nutzt Bündelprodukte mit Flatrates für Festnetztelefonie und DSL-Internetzugang.

Nach früheren Angaben des Bitkoms gab es im Jahr 2011 rund 27,6 Millionen schnellere Internetanschlüsse im Festnetz. Das entspricht einem Plus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 87 Prozent der Anschlüsse entfallen auf DSL, 13 Prozent auf das Kabelnetz sowie weitere Anschlussarten. Für das laufende Jahr 2012 wird mit einem weiteren Zuwachs aller Anschlüsse um 1,9 Prozent auf 28,1 Millionen gerechnet. Der Großteil der Menschen in Deutschland nutzt einen Anschluss mit einer Geschwindigkeit zwischen 2 MBit/s und 10 MBit/s. 12,5 Prozent der Bundesbürger haben einen Anschluss mit weniger als 2 MBit/s.


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