Sprachsteuerung mit Apple Music im Test: Es funktioniert zu selten gut

Eigentlich sollen smarte Lautsprecher den Musikkonsum auf Zuruf besonders bequem machen. Aber die Realität sieht ganz anders aus.

Ein Test von veröffentlicht am
Apple Music ist auf dem Homepod Mini anders als auf dem Echo Dot 4 (Mit Video).
Apple Music ist auf dem Homepod Mini anders als auf dem Echo Dot 4 (Mit Video). (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Apple Music ist derzeit der einzige Musikstreamingdienst, der auf smarten Lautsprechern aller drei großen Anbieter läuft. Seit Anfang Dezember 2020 gibt es Apple Music für Google-Lautsprecher. Das Abo kann also auf den Homepod-Lautsprechern, den Echo- sowie Google-Assistant-Geräten verwendet werden. Wir haben das zum Anlass genommen und getestet, wie gut Siri, Alexa und Google Assistant auf den Katalog von Apple Music zugreifen können. Wir waren überrascht, wie verschieden sich der Dienst auf den jeweiligen Plattformen verhält.

Inhalt:
  1. Sprachsteuerung mit Apple Music im Test: Es funktioniert zu selten gut
  2. Apple Music - wenn die Sprachsuche versagt
  3. Apple Music mit Sprachsteuerung im Test - Fazit

Je nachdem, ob wir einen Lautsprecher mit Siri, Alexa oder Google Assistant verwenden, liefert Apple Music immer wieder sehr unterschiedliche Ergebnisse. Das Problem dabei: Keines der drei Systeme liefert garantiert zufriedenstellende Resultate. Wer einen smarten Lautsprecher mit Apple Music betreibt und gezielt bestimmte Songs oder Alben hören will, muss immer damit rechnen, dass sich das Gewünschte nicht mit einem Sprachbefehl abspielen lässt. Es hat also etwas von Lottospielen, man weiß vorher nie, ob man einen Treffer landet.

Apple Music gibt es weiterhin nicht für alle Alexa-Geräte, sondern nur für die Amazon-eigenen Echo-Modelle. Auf Alexa-Geräten von Drittherstellern wie Bose oder Sonos ist Apple Music weiterhin nicht nutzbar. Diese Beschränkung will Apple beheben, aber seit September 2020 ist diesbezüglich nichts passiert. Besser ist die Situation in der Welt von Google Assistant: Hier funktioniert das Angebot einwandfrei, auch wenn der Lautsprecher nicht von Google stammt.

Qualität der Sprachsuche sorgt für Frust

Golem.de hat die Sprachsteuerung für Musikstreamingdienste das letzte Mal vor drei Jahren getestet. Damals gab es noch keinen smarten Lautsprecher für Apple Music. Aber die Probleme von damals sind die gleichen geblieben: Wenn wir gezielt etwas Bestimmtes hören wollen, passiert es immer wieder, dass sich das Gewünschte mit Sprachbefehlen nicht finden lässt. Das sorgt für Frust, weil wir ja wissen, dass das Lied oder das Album im Abo enthalten ist und nur von der Sprachsuche nicht gefunden wird.

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In so einem Fall bleibt bei einigen Systemen als Notlösung der Griff zur Apple-Music-App. Dort lassen sich die Inhalte mittels Tasteneingabe finden und wir können die Suchergebnisse sehen. Etwa vom iPhone aus kann die Musik dann mittels Airplay 2 auf einem Homepod gestreamt werden. Bei einem Google-Assistant-Lautsprecher kann Vergleichbares via Cast-Protokoll von einem Android-Gerät aus gemacht werden.

Keine Notlösung für Alexa-Geräte

Für Echo-Geräte gibt es im Fall von Apple Music weder unter Android noch unter iOS eine Möglichkeit, die Inhalte von der App aus auf dem Lautsprecher streamen zu lassen. Wenn also bei einem Echo-Gerät die Sprachsuche versagt, bliebe nur der weniger elegante Weg via Bluetooth-Zuspielung. Falls der verwendete Lautsprecher einen Klinken-Eingang hat, wäre eine Zuspielung via Kabel vom Smartphone aus möglich - aber auch das ist nicht sonderlich elegant.

Eine weitere Besonderheit gibt es bei Echo-Geräten. Obwohl wir Apple Music in der Alexa-App als Standardmusikdienst ausgewählt haben, kommt es immer wieder vor, dass bei einem anderen mit dem Konto verknüpften Musikstreamingabo nach Inhalten gesucht wird. Dieses Verhalten lässt sich nicht abstellen. Das Szenario ist auch gar nicht so ungewöhnlich, denn zu einem Prime-Abo gehört auch der nur mit einem sehr kleinen Katalog gefüllte Streamingdienst Prime Music. Und wenn dann statt bei Apple Music bei Prime Music gesucht wird, sind die Chancen sehr groß, dass das Gewünschte tatsächlich nicht im Abo enthalten ist und somit auch nicht gefunden werden kann.

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Eine weitere Besonderheit gibt es mit dem Google Assistant. Bei allen Suchanfragen dauert es immer einige Sekunden, bis die Musik abgespielt wird. Im direkten Vergleich hören wir die Musik auf einem Echo- oder Homepod-Lautsprecher einige Sekunden vorher. Offenbar gibt es hier noch Optimierungsbedarf bei der Geschwindigkeit. Ansonsten reagieren die Google-Assistant-Lautsprecher bei allen anderen Aufgaben mit der gleichen Geschwindigkeit und es bleibt zu hoffen, dass dieses Problem irgendwann behoben wird.

Apple Music auf smarten Displays

Zur Kategorie smarter Lautsprecher gehören auch smarte Displays. Auch darauf haben wir uns Apple Music angeschaut. Wir verwendeten ein Echo-Show-Gerät von Amazon sowie Googles Nest Hub. Eigentlich können diese Displays einen Ausweg liefern, falls die Sprachsuche nicht das Gewünschte liefert. Aber leider gilt das nicht im Zusammenspiel mit Apple Music.

Die Echo-Show-Geräte kennen zwar den Befehl "Zeige mir alle Alben von XYZ", um sich die Werke einer bestimmten Person oder einer Band anzeigen zu lassen. Aber dabei wird nicht der Katalog von Apple Music berücksichtigt, sondern wir sehen stattdessen Suchergebnisse von Prime Music auf dem Bildschirm. Dieses Problem ist Apple mindestens seit September 2020 bekannt und wird als Fehler angesehen. Diesen will der Anbieter korrigieren, hat es aber in den zurückliegenden Monaten nicht gemacht. Wie lange die Kundschaft noch warten muss, bis das Problem behoben wird, ist nicht bekannt.

Auf einem Nest Hub mit Google Assistant ist die Situation noch schlechter. Zwar versteht auch Google den Sprachbefehl "Zeige mir alle Alben von XYZ", aber die Ergebnisse haben nichts mit dem Musikstreamingabo zu tun. Es erscheinen nur Resultate einer Google-Suche. Anders als bei den Echo-Show-Modellen kommt es beim Nest Hub auch immer wieder vor, dass Titel oder Interpreten mit deutschem Umlaut nicht korrekt dargestellt werden. So ist statt Zauberflöte Zauberflote auf dem Display zu sehen. Hier wünschen wir uns deutlich mehr Sorgfalt von Google bei der Anzeige der Inhalte.

Wir haben alle drei digitalen Assistenten mit sehr vielen Sprachbefehlen zur Musikwiedergabe gefüttert und das Augenmerk vor allem darauf gerichtet, ob genau der Titel abgespielt wird, den wir hören wollen. Das hat oft nicht funktioniert.

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Apple Music - wenn die Sprachsuche versagt 
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Sinbad 01. Mär 2021

ich wage die Behauptung, dass nur sehr wenige drei Musikstreamingabos parallel bezahlen...

Sinbad 01. Mär 2021

naja, meine Erfahrungen decken sich da mit dem Test. Apple Music funktioniert auch mit...

Sinbad 01. Mär 2021

und das alles mit Apple Music? Oder mit einem anderen Musikdienst? Es scheint ja so, dass...

Sinbad 18. Jan 2021

also, wenn ein Liedtitel sowohl der Name eines Albums als auch die Bezeichnung eines...

Max Level 18. Jan 2021

Dieses Problem kannst du doch ganz einfach lösen, indem du lieber Ava Max hörst :P



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