• IT-Karriere:
  • Services:

Sprachaufnahmen: Apple will Siri-Auswertung nach Kündigungen fortsetzen

Nachdem Apple die Auswertung von Siri-Audiodateien zunächst nur gestoppt hatte, wurde nun allen Beschäftigten im Auswertungszentrum in Irland gekündigt - mehr als 300 Mitarbeiter sind betroffen. Apple will die Praxis allerdings weiterführen, aber unter anderen Voraussetzungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple ist seit 1980 am STandort Cork vertreten, die Entlassungen betreffen allerdings einen Subunternehmer.
Apple ist seit 1980 am STandort Cork vertreten, die Entlassungen betreffen allerdings einen Subunternehmer. (Bild: PAUL FAITH/AFP/Getty Images)

Apple hat über 300 Mitarbeitern in seinem Siri-Auswertungszentrum in Cork, Irland, gekündigt. Nach Angaben der britischen Tageszeitung The Guardian sollen alle Mitarbeiter entlassen worden sein.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Düsseldorf
  2. Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main

Betroffene Mitarbeiter sagten, Apple habe zunächst alle Angestellten ab dem 2. August bezahlt freigestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen beschlossen, die Auswertung von Sprachkommandos seines Sprachassistenten Siri vorerst einzustellen. Wie herauskam, hatte Apple die von den Nutzern eingesprochenen Befehle von den Mitarbeitern in Cork auswerten lassen; dabei konnten diese mitunter auch Dinge hören, die eigentlich privat bleiben sollten.

Die Angestellten in Cork erhielten die Kündigung laut Aussage eines Betroffenen mit nur einer Woche Vorlaufzeit. Es handelt sich nicht um direkt bei Apple angestellte Personen, sondern um Mitarbeiter eines Subunternehmens.

Angestellte sollen kurzfristig gekündigt worden sein

Betroffene Angestellte zeigten sich laut Guardian zwar einerseits erleichtert, dass die für die meisten Apple-Nutzer wenig akzeptable Praxis aufgeflogen ist. Andererseits sind sie nicht glücklich darüber, ihren Job verloren zu haben.

"Apple rekrutiert Angestellte über Subunternehmen in Irland, und übernimmt keinerlei Verantwortung für die Anstellungen und dafür, wie die Mitarbeiter behandelt werden", sagte einer der Gekündigten, der aufgrund einer Schweigevereinbarung anonym bleiben möchte. "Sie machen, was sie wollen, und wenn sie fertig mit dem Projekt sind und Mist gebaut haben, sagen sie deinem Arbeitgeber, dass sie dich nicht mehr brauchen."

Dass Apple die über 300 Angestellten entlassen hat, hätte zunächst ein Hinweis darauf sein können, dass die Audioauswertung nicht wieder aufgenommen werden soll. Mittlerweile hat Apple allerdings bekräftigt, die Praxis mit eigenen Mitarbeitern fortzusetzen: Demnach soll die Auswertung der Siri-Daten fortgesetzt werden, aber nur noch nach expliziter Zustimmung der Nutzer. Dann sollen auch nur direkt bei Apple angestellte Mitarbeiter die Sprachdaten auswerten, offensichtlich private Aufnahmen sollen sofort aus der Analyse entfernt und gelöscht werden.

Nachtrag vom 28. August 2019, 17:09 Uhr

Apple hat mittlerweile eine Stellungnahme zur Abhörproblematik veröffentlicht. Der Artikel wurde entsprechend angepasst.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,49€
  2. (u. a. Yu-Gi-Oh! Legacy of the Duelist für 7,20€, Yu-Gi-Oh! ARC-V: ARC League Championship für...

Oekotex 29. Aug 2019

Also im Grunde das gleiche Verhalten, wie es hunderte Unternehmen in Deutschland auch...

User_x 28. Aug 2019

Und Google und nicht beendbare Prozesse wie Cortana machen munter weiter. Aber hey, bei...


Folgen Sie uns
       


Immortals Fenyx Rising - Fazit

Im Video zeigt Golem.de das Actionspiel Immortals Fenyx Rising.

Immortals Fenyx Rising - Fazit Video aufrufen
Summit Lite im Test: Auch Montblancs günstige Smartwatch ist zu teuer
Summit Lite im Test
Auch Montblancs "günstige" Smartwatch ist zu teuer

Montblancs Summit Lite ist eine Smartwatch für Fitnessbegeisterte, die nach echter Uhr aussieht. Den Preis halten wir trotz hervorragender Verarbeitung für zu hoch.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Soziales Netzwerk Bei Facebook entsteht eine Smartwatch im Geheimen
  2. Wearable Amazfit bringt kompakte Smartwatch für 100 Euro
  3. T-Touch Connect Solar Tissots Smartwatch ab 935 Euro in Deutschland verfügbar

Börse: Was zur Hölle ist ein SPAC?
Börse
Was zur Hölle ist ein SPAC?

SPACs sind die neue Modewelle an der Börse: Firmen, die es eigentlich nicht könnten, gehen unter dem Mantel einer anderen Firma an die Börse. Golem.de hat unter den Mantel geschaut.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Wallstreetbets Trade Republic entschuldigt sich für Probleme mit Gamestop
  2. Tokyo Stock Exchange Hardware-Ausfall legte Tokioter Börse lahm

Razer Huntsman V2 Analog im Test: Die Gamepad-Tastatur
Razer Huntsman V2 Analog im Test
Die Gamepad-Tastatur

Spielen mit Gamepad oder Keyboard - warum eigentlich nicht mit beidem? Mit Razers neuer Tastatur legen wir Analogsticks auf WSAD.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HyperX x Ducky One 2 Mini im Test Kompakt, leuchtstark, limitiert
  2. Keyboardio Atreus im Test Die Tastatur für platzbewusste Ergonomiker
  3. Nemeio Tastatur mit E-Paper-Tasten ist finanziert

    •  /