Abo
  • Services:

Sprachassistenten: Gesetzesentwurf verlangt von Bots, sich als solche zu zeigen

Im US-Bundesstaat Kalifornien wird ein Gesetz diskutiert, das automatisierte Systeme wie Bots und KI-Assistenten zwingt, sich als Maschine auszugeben. Das soll menschlichen Gesprächspartnern helfen, könnte im Falle von Projekten wie dem Google Assistant aber auch hinderlich sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Bots müssen sich vielleicht bald als Maschine kenntlich machen.
Bots müssen sich vielleicht bald als Maschine kenntlich machen. (Bild: Pixabay.com)

Ein Gesetzesentwurf im US-Bundesstaat Kalifornien schlägt vor, dass sich Bots und KI-Systeme vor der Interaktion mit Menschen auch als diese zu erkennen geben. Sollte das Gesetz erlassen werden, müssen Betreiber solcher Systeme den Nutzern die Möglichkeit geben, sich nicht zu erkennen gebende Bots zu melden. Das Gesetz würde diverse Unternehmen betreffen, die in Kalifornien ansässig sind, darunter Google, Apple und Microsoft - allesamt Betreiber von digitalen Sprachassistenten.

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Berlin
  2. frogblue AG, deutschlandweit

KI-Systeme wie diese müssen per Sprachnachricht mitteilen, dass sie maschineller Natur sind. Dies soll laut dem Gesetzesentwurf am Anfang einer Kommunikation und in klarer leicht verständlicher Aussprache geschehen. Unklar ist, ob sich dies auch auf andere Sprachen außer Englisch überträgt. Das gilt auch für die Kommunikation per Video, bei dem eine entsprechende Information klar kenntlich gemacht und für vier Sekunden lang angezeigt werden muss.

Zu Bots zählt das Gesetz auch textbasierte Systeme, die mit Kunden kommunizieren. Solche Software wird oftmals im Kundenservice eingesetzt, um Geld zu sparen. Ein so genutzter Bot muss sich schriftlich und in gut erkennbarer, größerer Schrift kenntlich machen.

Ein Hindernis für Google Assistant und Co.

Sollte sich das Gesetz durchsetzen, könnte das weitreichende Folgen für digitale Sprachassistenten haben. Erst auf der Entwicklermesse I/O 2018 zeigte Google ein Gespräch zwischen dem KI-System Google Assistant und menschlichen Gesprächspartnern. Das Projekt nennt der Entwickler Duplex. Es ist dem Programm gelungen, Reservierungen zu tätigen und auf Gegenfragen des Gegenübers mündlich zu reagieren. Mit Technik wie dem neuronalen Netzwerk Wavenet klingt die Sprachausgabe möglichst echt und natürlich.

Sollte sich Duplex als Maschine zu erkennen geben müssen, könnte das zu unvorhersehbaren Reaktionen führen, etwa wenn gegenüberliegende Gesprächspartner direkt nach der Meldung auflegen oder sich anders verhalten, als wenn sie im Unklaren lägen. Andererseits könnte das Gesetz damit verhindern, dass Bots genutzt werden, um Nutzer zu betrügen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 469€ + Versand (Bestpreis!)
  2. 119,90€

Captain 24. Mai 2018

Grade dann, wenn solche Assistenten nicht direkt mit einem kommunizieren, muss das...


Folgen Sie uns
       


Galaxy Note 9 - Test

Das Galaxy Note 9 von Samsung bietet neben dem S Pen nur sehr wenige Unterschiede zum Galaxy S9+. Samsung sollte sich überlegen, wie sich die Note-Reihe in Zukunft wieder etwas interessanter gestalten lässt.

Galaxy Note 9 - Test Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden
  2. Landspace Chinesisches Raumfahrtunternehmen kündigt Raketenstart an
  3. Raumfahrt @Astro_Alex musiziert mit Kraftwerk

IMHO: Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime
IMHO
Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime

Es könnte alles so schön sein abseits vom klassischen Fernsehen. Netflix und Amazon Prime bieten modernes Encoding, 4K-Auflösung, HDR-Farben und -Lichter, flüssige Kamerafahrten wie im Kino - leider nur in der Theorie, denn sie bringen es nicht zum Kunden.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. IMHO Ein Lob für Twitter und Github
  2. Linux Mit Ignoranz gegen die GPL
  3. Sicherheit Tag der unsinnigen Passwort-Ratschläge

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Parker Solar Probe Sonnen-Sonde der Nasa erfolgreich gestartet
  2. Parker Solar Probe Nasa verschiebt Start seiner Sonnen-Sonde
  3. Raumfahrt Die neuen Astronauten für SpaceX und Boeing

    •  /